Der Naturmedizin mehr Raum geben
Bild: Austrup
Die Gleichstellung von Natur- und Schulmedizin – auch in finanzieller Hinsicht – fordern Lisa Paulus (l.) und Christel Hoof vom Warendorfer Kneipp-Verein.
Bild: Austrup

„Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden: Was in der liberalen Demokratie für Bürger fast überall eine Selbstverständlichkeit ist, gilt bisher nicht für den Gesundheitsbereich“, sagt Hoof. Deshalb haben Bürger und Patienten die „Weil’s-hilft-Bewegung für ein Miteinander von Naturmedizin und Schulmedizin – eine integrative Medizin, gestartet, die auch der Kneipp-Verein mit einer Unterschriftenaktion unterstütze.

Insbesondere wird darin die rechtliche Gleichstellung von Natur- und Schulmedizin in den Bereichen Erstattung, Forschung und Lehre gefordert. Getragen wird die Bewegung von den Gesundheits- und Patientenorganisationen Kneipp-Verein, „Gesundheit aktiv“ sowie „Natur und Medizin“. Weitere Bündnispartner und Unterstützer haben sich angeschlossen. „Gemeinsam vertreten wir schon zu Beginn mehr als 200 000 Menschen, die sich für das Miteinander von Natur- und Schulmedizin im deutschen Gesundheitssystem einsetzen“, sagt Hoof.

 Studien zeigten seit vielen Jahren, dass sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen im Krankheitsfall eine schulmedizinische Behandlung ebenso wie natürliche Heilverfahren wünschten. „Die Menschen werden aber in ihrer klaren Präferenz von der Gesundheitspolitik nicht gehört und müssen im Versorgungsalltag vielfältige, vor allem finanzielle Benachteiligungen hinnehmen“, fasst Lisa Paulus, Zweite Vorsitzende von Kneipp-Warendorf, die aktuelle Situation zusammen. Das soll sich ändern. Im „Weil’s-hilft-Bündnis“ ergreifen Bürger die Initiative und machen sich für die Integrative Medizin stark:

„Wir räumen mit Vorurteilen auf, stellen Fragen, recherchieren fundierte Antworten, stoßen gesellschaftliche Dialoge an und fordern die Gleichstellung von Natur- und Schulmedizin im Gesundheitssystem“, erläutert Paulus die Ziele der Bewegung.

SOCIAL BOOKMARKS