Dirt-Bike-Park vor der Eröffnung
Bild: J. Kleigrewe
Auf einem etwa 1500 Quadratmeter großen Gelände im Gewerbegebiet Grothues haben die Bike-Fans einen Parcours modelliert. Der Dirt-Bike-Park soll am 23. August eröffnet werden.
Bild: J. Kleigrewe

Doch davor sind Grabasch und sein Mitstreiter Christian Rzadki nicht bange. Die beiden begeisterten Biker sind Initiatoren des Parks und haben schon reichlich Zeit und Engagement in dieses Projekt gesteckt.

„Eigentlich haben wir ein Gelände in Warendorf gesucht, doch dort gab es keine geeignete Fläche“, erzählt Rzadki. Bewegung kam erst in die Geschichte, als sich die beiden an die Radsportgemeinschaft (RSG) Warendorf-Freckenhorst wandten. „Da sind wir offene Türen eingerannt“, freut sich Markus Grabasch. Mit Hilfe des Vereins fanden sie schließlich das etwa 1500 Quadratmeter große Areal im Everswinkeler Gewerbegebiet Grothues. „Da gab es sogar schon einen Bebauungsplan für eine solche Anlage. Aber die damaligen Antragsteller haben irgendwann aufgegeben“, sagt Rzadki.

Das sollte den Warendorfer Bikern nicht passieren. Deshalb stürzten sie sich mit viel Enthusiasmus und der tatkräftigen Unterstützung von RSG-Mitglied und Tiefbau-Unternehmer Andreas Nüßing in die Arbeit. Der stellte nicht nur ehrenamtlich Manpower und schweres Gerät wie Bagger und Lkw zur Verfügung, sondern sorgte auch für das notwendige Material. Denn um einen geeigneten Parcours mit Abfahrten, Sprüngen und Kurven für den perfekten Downhill-Spaß zu modellieren, musste reichlich Lehm und Erde aufgeschoben und verarbeitet werden. „Ein paar Sachen haben wir zwischendurch verändert, aber jetzt haben wir einen guten Rundkurs, der auch gut in die Landschaft eingepasst ist“, ist Grabasch zufrieden.

Momentan allerdings ist die Strecke fast schon zu gut an die Landschaft angepasst. Weil die beiden Organisatoren urlaubsbedingt ein paar Wochen nicht im Bike-Park aktiv sein konnten, haben sich Unkraut und Disteln auf den Fahrspuren breit gemacht. „Aber das bekommen wir schon in den Griff“, ist Rzadki überzeugt. Am Samstag ging es mit ein paar Freunden ins Gelände – nicht zum Biken, sondern zum Unkrautrupfen, Schaufeln und Grasmähen. Und zu sauber soll’s ja schließlich auch nicht werden: Nicht umsonst heißt die Anlage „Dirt-Bike-Park“.

Öffentlich und frei nutzbar soll die Anlage im Gewerbegebiet Grothues sein, da sind sich die Initiatoren und die Verantwortlichen der RSG einig. Schon in der Bauphase seien einige Jugendliche auf der Bahn aktiv gewesen, erklärt Christian Rzadki. Die meisten von ihnen seien zwischen zehn und 18 Jahren alt. „Mit unseren über 30 Jahren gehören wir da eindeutig zu den Oldies“, sagt er grinsend. Um die Abfahrten und Sprünge meistern zu können, müssen die Nutzer Dirt-Bikes oder BMX-Fahrräder mitbringen. Außerdem ganz wichtig: geeignete Schutzkleidung mit Helm, Ellenbogenschutz und Knieschutz. „Der Boden ist halt hart, da muss man vorsorgen“, stellt Markus Grabasch klar.

Eine Aufsicht wird es im Bike-Park nicht geben, die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr. Alle zwei Wochen wollen die beiden Initiatoren aber an einem festen Tag Schulungen für Biker anbieten und Tipps und Tricks vermitteln. „Wir wollen hier zusammen mit der RSG den Bike-Sport etablieren“, gibt Rzadki die Zielrichtung vor. Die offizielle Eröffnung des Dirt-Bike-Parks ist für Sonntag, 23. August, vorgesehen. Einlass ist ab 11 Uhr, ab 12.30 Uhr wird Everswinkels Bürgermeister Ludger Banken mit einer Ansprache die Bahn freigeben. Danach gibt es für alle Interessenten eine Einführung in Fahrtechnik und Regeln. Bis 16 Uhr sollen dann noch einige Showvorführungen und Wettbewerbe stattfinden. Für die Verpflegung mit Essen und Getränken sorgt die Radsportgemeinschaft, die auf große Resonanz hofft. Geöffnet ist der Dirt-Bike-Park danach täglich von 9 bis 20 Uhr beziehungsweise bis zum Sonnenuntergang.

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