„Don Carlos“ zum Krüßing-Auftakt
Bild: Kleigrewe
In der historischer Kulisse von Kreuzgang und Stiftskirche führt das Malteser-Fausttheater am 1. Mai zum Auftakt des Krüßingfests das Drama „Don Carlos“ auf. Bei einem Besuch in Freckenhorst übten die Darsteller (v. l.) Dominik Dudda, Jennifer Beckheuer und Peter Lüffe schon mal.
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Die unerfüllte Liebe zwischen Kronprinz Don Carlos und Elisabetta, die Carlos Vater König Phillip ehelicht, steht im Mittelpunkt der Inszenierung des Malteser-Fausttheaters. Aber auch die politisch-gesellschaftlichen Konflikte der Zeit mit der katholischen Inquisition und dem Kampf der niederländischen Provinzen um ihre Unabhängigkeit von Spanien werden einbezogen.

Wie aus den Aufführungen der ambitionierten Hammer Theatergruppe in den vergangenen Jahren bekannt, haben Norbert Hagen und Thomas Wehlau in Zusammenarbeit mit den Schauspielern den klassischen Schiller-Text aber auch wieder bearbeitet. „Wie immer wird bei uns das aktuelle politische Geschehen in das Stück einbezogen und abgebildet“, sagt Peter Lüffe, der nicht nur als König Phillip auf der Bühne steht, sondern auch gemeinsam mit Norbert Hagen Regie führt.

Dafür ist das Ambiente ganz auf die mittelalterliche Zeit abgestimmt. Dafür sorgen nicht nur die Kulisse des Freckenhorster Kreuzgangs und die Kostüme der Schauspieler, sondern auch die musikalischen Begleiter: Das Hammer Ensemble „Violetta“, das mit Hackbrett, Sackpfeife, Leier, Harfe und Gesang die Zeit des Mittelalters, der Renaissance und des Frühbarock wieder auferstehen lässt, kommt am 1. Mai nach Freckenhorst. „Wir haben schon früher mit Violetta zusammengearbeitet, und als sie den Kreuzgang gesehen haben, waren sie sofort Feuer und Flamme für einen Auftritt in der Stiftsstadt“, erklärt Peter Lüffe. Das Besondere: „Die Musiker sind mobil, beziehen die Zuschauer mit ein und gehen auch in das Bühnenbild hinein“, so Lüffe. Bereits vor Beginn des Stücks werden sie im Kreuzgang spielen und auf die Aufführung einstimmen.

Es ist also alles vorbereitet für einen stimmungsvollen Auftakt des Krüßingfests. Fehlt nur noch das passende Wetter am 1. Mai. Doch auch wenn es regnen sollte, muss „Don Carlos“ nicht ausfallen. „Dann steht natürlich die Stiftskirche als Ausweichort zur Verfügung“, versichert Dechant Manfred Krampe. Ein Angebot, das von den Organisatoren in den vergangenen Jahren zum Glück nie in Anspruch genommen werden musste.

Um 20.30 Uhr beginnt am Freitag, 1. Mai, die Aufführung von „Don Carlos“ im Kreuzgang an der Stiftskirche. Die Spieldauer beträgt etwa 90 Minuten, zwischendurch gibt es eine Pause. Für das leibliche Wohl der Zuschauer ist mit verschiedenen Essens- und Getränkeangeboten gesorgt. Unter anderem wird ein Weinstand aufgebaut. Da die Aufführung im Freien stattfindet, sollten die Zuschauer daran denken, sich bei Bedarf Decken und Kissen mitzubringen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Es wird aber um eine Spende für das Malteser-Fausttheater gebeten. „Alles, was wir bei unseren Auftritten einspielen, kommt ohne Abzüge wieder dem Theater zugute“, erklärt Peter Lüffe.

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