Eigenständige Netzgesellschaft geplant

Die letzte Ratssitzung dieses Jahres hat Bürgermeister Jochen Walter am Donnerstagabend dazu genutzt, einen Überblick über die Aktivitäten hinsichtlich der Gründung einer Stromnetzgesellschaft zu geben.

Für den 4. Juli sind unter anderem eine Ergebnispräsentation, eine Auswertung, die Auswahl des neuen Konzessionsnehmers und die Vergabe in nicht-öffentlicher Sitzung geplant. Aufgrund der bisherigen Überlegungen soll die neue Netzgesellschaft eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Warendorf GmbH werden. Die vom Konzern RWE bevorzugte Variante, das Stromnetz in die Warendorfer Energieversorgung (WEV) einzubringen, wurde laut eines Papiers des Bürgermeisters zwar angesprochen, wäre mit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung für die Ratssitzung im März allerdings vom Tisch. „Bei der Abstimmung der Vertragswerke wird gegenwärtig die Ausgestaltung der Gesellschaftsrechte für Stadtwerke und RWE diskutiert“, heißt es in dem Papier von Bürgermeister Jochen Walter.

Das Verfahren ist komplex. Das Stromnetz gehört RWE, wobei der Konzern für den Bereich, den er damit abdeckt, jährlich Abgaben an die Kommune bezahlt. Jetzt geht es darum, eine eigene Gesellschaft zu gründen, die das Netz erst pachtet, später dann kauft. RWE würde Anteilseigner an diesem Unternehmen – wie groß das Stück dieses Kuchens ist, darüber wurde am Donnerstagabend nichts konkret.

SOCIAL BOOKMARKS