Ein Wochenende ohne Smartphones
Bild: von Stockum
Ab in die Kiste mit dem Handy: (v. l.) Manfred Gesch (Fachstelle für Suchtvorbeugung), Rita Niemerg vom Kreisjugendamt, Karina Caja und Sandra Bothe vom Kommissariat Kriminalprävention, Sozialarbeiter Marcus Kleinhofer und Stadtjugendpfleger Klaus Brake vor dem HoT.
Bild: von Stockum

Schon jetzt ist absehbar, dass man deutlich mehr als 2000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf unterschiedlichen Wegen erreichen wird. Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familie des Kreises Warendorf, die Fachstelle für Suchtvorbeugung des Arbeitskreises Jugend- und Drogenberatung im Kreis und der städtische Jugendpfleger Klaus Brake sitzen in einem Boot. Sie wollen Eltern und ihren Nachwuchs sensibilisieren für Themen wie Cannabiskonsum, Cybermobbing, Alkoholmissbrauch und zahlreiche andere. Als Partner haben sich die Veranstalter das Kommissariat Kriminalprävention der Polizei und den Beauftragten für Medienarbeit in Schulen dazugeholt.

„Wir wollen nicht erst über die Themen reden, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist“, erläutert Wolfgang Rüting, Leiter des Amts für Kinder, Jugendliche und Familie des Kreises Warendorf. Darüber hinaus wolle man aber auch die Eltern nicht aus dem Blick verlieren. Der 14-tägige Veranstaltungsreigen spannt einen Bogen von Cybermobbing über Fernsehkonsum bis hin zu Suchtproblematiken. Mit dieser Vielfalt reagiere man letztlich auf den Bedarf, sagt Warendorfs Stadtjugendpfleger Klaus Brake. Man wolle nichts verteufeln, schon gar nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auftreten, sagen die Organisatoren. Vielmehr gehe es darum, ein Bewusstsein zu wecken und sensibel zu machen für Verhaltensweisen, die so nicht mehr tolerierbar sind.

Vorträge, Theater und Kinonachmittage wechseln sich ab mit Selbsterfahrung und Diskussionen. Für eben solche sorgt bereits jetzt ein Projekt, das der Sozialarbeiter an der städtischen Gesamtschule, Marcus Kleinhofer, in den Stiel gestoßen hat: 200 Kinder und Jugendliche wollen von Freitag bis Montag auf ihre Smartphones, Internet und Handys verzichten. Stattdessen beschäftigt man sich miteinander, während die Telefone das Wochenende über im Tresor schlummern. Wer das erfolgreich durchhält, kann mehrere hundert Euro für die Klassenkasse gewinnen.

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