Ein Zeichen der Vollendung und des Glaubens
Bild: Otterpohl
Das sogenannte Recker-Kreuz aus dem 17. Jahrhundert hat jetzt seinen neuen Standort an der Stirnseite des Historischen Kreuzgangs gefunden. Diakon Paul Schlöpker nahm die Einsegnung vor.
Bild: Otterpohl

Der Korpus aus westfälischer Eiche stammt wohl aus dem 17. Jahrhundert. Diakon Paul Schlöpker nahm die Segnung des Kreuzes vor und sprach in Anwesenheit von Vertretern der Kirchengemeinde die Fürbitten.

Für die Stiftsstadt und die Pfarrgemeinde sei das Kreuz von besonderer Bedeutung, es werde seit Jahrhunderten hier verehrt. Für die Christen sei das Kreuz das Zeichen des Glaubens und der Vollendung. Das Kreuz, das beispielsweise als Schicksalsschlag erfahren werde, müsse nicht unbedingt alles im Leben zerschlage, sondern könne auch die tiefsten Kräfte eines Menschen hervorrufen. 

 August Finkenbrink als Mitglied des Kirchenvorstandes dankte allen, die dazu beigetragen hätten, dass das Kreuz nunmehr im Besitz der Pfarrgemeinde ist und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Klaus Gruhn, Vorsitzender des Förderkreises Stiftskammer und Ideengeber für das zusätzliche Begehbare Depot mit weiteren Kunstschätzen der Kirchengemeinde, erläuterte im Gespräch mit der „Glocke“, dass Josef Recker vor längerer Zeit ein vollkommen verwahrlostes Kruzifix auf dem Heuboden eines Landwirts in Gröblingen entdeckt und vom Besitzer geschenkt bekommen habe. Nach der Restaurierung habe das Kreuz seinen Platz in Reckers Werkstatt erhalten. „Wir waren immer schon daran interessiert, das Kunstwerk für die Kirchengemeinde, in der das Kreuz verehrt wird, zu erwerben. Reckers Lebensgefährtin Anne Michel machte das schließlich möglich.“

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