Eine Atmosphäre wie am Gardasee
Bild: A. Edelkötter
Kaum freie Sitzplätze: Die Warendorfer Weinstraße am Breuelweg war am Samstagabend ein echter Publikumsmagnet. Nur wenige Veranstaltungen in der Emsstadt dürften so stark frequentiert sein wie das „Schlemmen am See“.
Bild: A. Edelkötter

 Gut, dass die Besucher der Warendorfer Weinstraße auf Pizza, Flammkuchen, Krustenbraten, Rumpsteak, gratinierten Ziegenkäse und andere Leckereien ausweichen konnten. Auch an den anderen Gastro-Zelten waren die Schlangen lang, Köche und Kellner im Dauereinsatz. Die Warendorfer Weinstraße war am Donnerstag schleppend gestartet. Auch am Freitag hätten sich Koberstein und seine Gastro-Kollegen mehr Besucher gewünscht. Entschädigt wurden sie am Samstagabend. Gefühlt halb Warendorf war auf dem Breuelweg und der Wiese am Emssee zugegen. Alle Bänke waren besetzt, vor den Getränke-Zelten standen die Menschen in großen Gruppen beisammen, andere hatten sich vorausschauend Decken mitgebracht und es sich auf dem Rasen gemütlich gemacht.

Die Latin-Funk-Band „Compaz“ hatte Mühe, gegen das Stimmengewirr anzuspielen. Egal, die Stimmung war vor und weiter entfernt der Bühne prächtig. Der laue Abend und die idyllische Kulisse am illuminierten Emssee ließen Urlaubsstimmung aufkommen – am Samstag fühlte man sich in Warendorf ein bisschen wie am Gardasee. Mitten im Gewusel erfrischten sich Maria Bernzen und Margret Merkentrup mit einem Glas Altbierbowle. Beide waren beeindruckt von den Menschenmassen. „Was hier los ist“, staunten sie und freuten sich besonders darüber, dass alle Generationen zum Emssee gekommen waren. „Es sind so viele junge Leute da, das finden wir richtig gut“, betonten sie.

Über breiten Zuspruch bei Kindern und Jugendlichen freute sich bereits am Nachmittag Bernd Engbert, Vorsitzender des Schiffs-Modell-Clubs Warendorf. Der Verein gestaltete das Rahmenprogramm des Weinstraßen-Samstags und war mit mehr als 70 Booten am Ufer des Emssees vertreten, die man bewundern, anfassen und sogar steuern durften. Spät am Abend tuckerten die ferngesteuerten Schiffe dann über den mit Fackeln beleuchteten See. Aus Köln war Bernd Frieser extra für dieses Schaufahren angereist. Sein prächtiges, lilafarbenes Boot mit den vielen kleinen Details war ein Hingucker. „Mich entspannt das Steuern und das Bauen gleichermaßen. Dieses Boot habe ich in einem Winter zusammengebaut, es ist für meine Freundin“, erzählt er.

Hinter ihm beginnen sich die Tische des Weinfestes zu füllen, der Ansturm lässt bis 23 Uhr nicht nach. Die Weinstraße 2017 ist ein voller Erfolg, auch in Verbindung mit dem Kunstmarkt und dem Vereinsjubiläum 40 Jahre Wassersportverein Warendorf am Abschlusstag. 2018 kann kommen.

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