Eltern vertrauen  Kindertagesstätten
Bild: Janina Röttger
Einer Elternbefragung zufolge sieht der Großteil der Familien den Nachwuchs in den Kindertageseinrichtungen in Warendorf gut bis sehr gut betreut. Das Bild zeigt (v. l.) Lia, Celina, Lina und Lyna mit der Jahrespraktikantin Merle Wüller beim Spielen im Laurentius-Kindergarten.
Bild: Janina Röttger

 „Die Eltern sind mit den Einrichtungen zufrieden bis sehr zufrieden“, sagte Frank Peters vom Kreisjugendamt Warendorf am Dienstagabend in der Sitzung des Sozialausschusses. Einzig bei den Betreuungszeiten gibt es Bedarf. Gemeinsam mit Susanne Darpe, stellvertretende Leiterin des Kreisjugendamts, hatte der Jugendhilfeplaner einen Überblick über die Befragung der Eltern gegeben.

Dabei ist das Ergebnis laut Peters für Warendorf ein Spiegelbild des kreisweiten Ergebnisses, was mit der Vielzahl an Einrichtungen in der Stadt zusammenhänge. In der Emsstadt seien Fragebögen an 1068 Familien mit 1249 Kindern verteilt worden. Die Rücklaufquote betrug Peters zufolge 53 Prozent, das sind 657 Bögen – „eine sehr gute Resonanz“. Elf Qualitätsbereiche habe man vorher festgelegt. Es ging dabei unter anderem um die Personalausstattung, Betreuungszeiten, Sprachförderung und -bildung, Chancengleichheit der Kinder, Zusammenarbeit von Eltern und Kindergarten oder auch das Netzwerken von Eltern untereinander.

„Die Zufriedenheit mit den Einrichtungen insgesamt liegt bei 87,5 Prozent“, fasste Peters zusammen. Signifikante Abweichungen sowohl im positiven wie im negativen Sinne habe es nur in Einzelfällen bei den unterschiedlichen Qualitätsfeldern gegeben. Daraus lasse sich der Schluss ziehen, dass die Arbeit der Kindergärten durchweg positiv wahrgenommen wird. Nur bei einem Punkt habe es einen „Ausreißer-Wert“ gegeben: „Bei der Flexibilität der Betreuungszeiten sind nicht so gute Werte wie bei den anderen Bereichen erreicht worden.“ 9 Prozent haben hier mit „unzureichend“ geurteilt, 6,1 Prozent mit „ausreichend“, 20,3 Prozent mit „befriedigend“, 30,5 Prozent mit „gut“ und 34,1 Prozent „sehr gut“. Fazit: „Die flexiblen Betreuungszeitangebote sind ausbaufähig“, betonte Peters. Das Kreisjugendamt wird die Ergebnisse dazu nutzen, „die Qualität in den Einrichtungen weiter zu verbessern“, sagte er weiter. Auf lokaler Ebene werde mit den Trägern der Kindertageseinrichtungen und der Kommunalverwaltung der Qualitätsdialog weiter konkretisiert. „2017 werden wir beginnen, mit den Trägern, die über die Ergebnisse zu ihrer Einrichtung informiert worden sind, individuelle Qualitätsgespräche zu führen“, kündigte Perters an.

SOCIAL BOOKMARKS