Ems-Mönch speist den trockenen Teich
Bild: Wild
Der Wasserpegel im Brinkhaus-Teich ist durch die Aktion des Baubetriebshofs wieder angestiegen, die akute Gefahr für die Fische scheint gebannt.
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Außerdem wurde eine externe Fachfirma beauftragt, die das Verbindungsrohr wieder freigespült hat. Und tatsächlich: Während am Morgen der Wasserstand in der Ems noch zu niedrig gewesen war, um den Teich zu füllen, haben die Regenfälle Dienstagfrüh – im Raum Rheda soll es stärker als hier geregnet haben – dazu geführt, dass der Pegel leicht angestiegen ist. Im Laufe des Vormittags flossen bescheidene Mengen Wasser in den fast ausgetrockneten Teich und brachten fürs Erste eine Entspannung der Situation – vor allem für die nach Sauerstoff japsenden Fische.

Nicht zuletzt infolge des Dramas am Aasee in Münster, wo tonnenweise Fische das Umkippen des Gewässers nicht überlebten, waren die Bürger auch in Warendorf sensibilisiert worden für das Geschehen im Emsseepark. Bereits in der vorigen Woche war durch Zufluss über die Überlaufschwelle der Emssee leicht heruntergekühlt worden, um dem Fischbestand dort eine „Verschnaufpause“ zu gönnen. Auch in den Brinkhaus-Teich wurden einige Kubikmeter Wasser abgelassen – was aber nur zu minimalem Anstieg des Pegels führte.

Hinweis eines Bürgers führt zur Lösung

Erst ein Hinweis aus der Bevölkerung hat die Stadt dann auf die richtige Spur gebracht. „Die Glocke“ hatte in Samstagausgabe einen Artikel über Ferdinand Bichtler veröffentlicht, der vor seinem Tod (2011) regelmäßig den Wasserausgleich unter anderem zwischen Ems, Emssee und Brinkhaus-Teich beobachtet und steuernd eingegriffen hatte. Klaus Schäffer hatte sich an seine Gespräche mit Bichtler über den „Emsmönch“ erinnert, eine einfache hydraulische Technik, um den Durchfluss zu regulieren.

Bauhof-Leiter Hubert Schulze Althoff und seine Mannen haben die Hinweis dankend aufgegriffen und am Montag gleich reagiert: Das verrostete Vorhängeschloss am „Emsmönch“ wurde geknackt, am Dienstag dann der versandete Zulauf wieder freigelegt. Klaus Schäffer war gleich am Dienstag bei Schulze Althoff, um seine Anerkennung auszudrücken und sich zu bedanken.

Das alte Bichtlersche Vorhängeschloss hat er sich geben lassen. Vielleicht, sinniert Schäffer im „Glocke“-Gespräch, ließ sich daraus ein kleines Denkmal „in memoriam Ferdi Bichtler“ machen.

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