Erinnerungen an Pater Maximilian Kolbe
Bild: Baumjohann
Eine Ausstellung erinnert an Pater Maximilian Kolbe.
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Daran erinnerte jetzt der langjährige Dozent des gesamteuropäischen Studienwerks Vlotho, der ausgewiesene Polenexperte, Germanist und Theologe Dr. Theo Mechtenberg. Der Schritt aus der Reihe, er war das Angebot von Pater Maximilian Kolbe an Karl Fritzsch, den Lagerkommandanten von Auschwitz, ihn anstelle des Familienvaters Franciszek Gajowniczek umzubringen.

An das Leben und Sterben von Pater Maximilian Kolbe erinnerte die Pfarrgemeinde St. Bonifatius zusammen mit der Pax-Christi-Gruppe aus Lüdinghausen und 14 polnischen Überlebenden des Nazi-Terrors, die derzeit auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werks zu Gast in der Landvolkshochschule sind. „Die Tat von Pater Maximilian wurde für tausende Gefangene der Beweis dafür, dass es die wahre Welt gibt“, zeigte sich Dr. Mechtenberg in seinem Vortrag überzeugt.

„Hass ist keine schöpferische Kraft. Schöpferische Kraft ist die Liebe.“ Diese Sätze, als letzte Worte Pater Kolbes vor seiner Ermordung durch eine Giftspritze im Hungerbunker von Auschwitz am 14. August 1941 überliefert, zeigten die Maxime, nach der Kolbe gelebt habe, so Mechtenberg. „Nach dieser Maxime ist er in den Tod gegangen und nach dieser Maxime hat er – wenn auch nur symbolisch, denn das Morden ging weiter – einen Sieg über Auschwitz errungen.“

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