Erster Spatenstich für neues Baugebiet
Bild: Wild
Symbolischer erster Spatenstich im neuen Baugebiet: (v. l.) Carsten David (GGM, Immobilienvermarktung), Tobias Ahlers (Stadtwerke), Jan Schiffer (GGM), Alina und Robert Altefrohne (Tiefbauunternehmen), Bürgermeister Axel Linke, Ralf Bücker (Leiter Abwasserbetrieb Warendorf), Niels Heermann (Leiter Tiefbauamt Stadtverwaltung) und Björn Güldenarm (Technischer Leiter Stadtwerke).
Bild: Wild

So kann noch in der ersten Jahreshälfte 2019 mit dem Bau der Häuser begonnen werden kann. Diesen Zeitplan gab Jan Schiffer, Geschäftsführer der Grundstücks- und Gebäudemanagement Immobiliengesellschaft (GGM), am Donnerstag bekannt.

Die GGM, eine aus dem Handwerk und örtlichen Banken initiierte Entwicklungsgesellschaft, hat die Vermarktung und die baureife Erschließung der Grundstücke in diesem Baugebiet nördlich der Kardinal-von-Galen-Straße von der Stadt übertragen bekommen. Laut Schiffer werden insgesamt etwa 50 Wohneinheiten entstehen. Alle 16 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser sind bereits verkauft – zu Preisen zwischen 255 und 295 Euro pro Quadratmeter (erschlossen).

Es habe im Schnitt für jedes Grundstück drei Bewerber gegeben, sagte Schiffer auf „Glocke“-Nachfrage. Wer eine Chance haben wollte, musste sich unter anderem mit einem pfiffigen Bewerbungsschreiben darum bemühen. Nicht bei allen sei das Auswahlverfahen gut angekommen, räumte Schiffer ein und konstatierte, dass angesichts der langen Durststrecke bei der Ausweisung neuer Wohngebiete „der Druck in Warendorf ordentlich“ sei.

Einen Wohnkomplex mit Wohnungen mit Sozialbindung soll die Wohnungsbaugenossenschaft Warendorf dort realisieren. Schiffer zeigte sich erfreut, dass nach einem „Vorlauf von rund drei Jahren“ nun endlich die Bagger rollen. Mit den Erschließungsarbeiten ist die heimische Tiefbaufirma Altefrohne (Neuwarendorf) beauftragt worden. Für die Zeit der Bauarbeiten, also für bis zu fünf Monate, wird die Von-Galen-Straße in Höhe der Baustelle gesperrt. Eine Durchfahrt ist ab sofort nicht mehr möglich, lediglich Anlieger können ihre Häuser erreichen. Wer zum Beispiel von der Waterstroate ins Hanseviertel will, muss den Umweg über das Gewerbegebiet an der Wolbecker Straße nehmen.

Bürgermeister Axel Linke ist froh, mit dem relativ kleinen Baugebiet südwestlich des Schulviertels einen ersten Aufschlag für eine neue Offensive zur Wohnraumschaffung präsentieren zu können. Er freue sich, dass die Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen reibungslos klappe. Jetzt konzentrierten sich die weiteren Planungen auf das größere Baugebiet „In de Brinke“.

Für die Stadtwerke ist der Spatenstich fürs neue Wohngebiet nördlich der Kardinal-von-Galen-Straße auch der Auftakt für eine kleine Energiewende. Denn wer dort ein Haus baut, wird keinen Gasanschluss erhalten. Allen Bauherren soll der Anschluss an ein Nahwärmenetz angeboten werden. „Damit betreten wir Neuland und bieten unseren Kunden eine zukunftsweisende Versorgung an, umweltschonend, komfortabel und preisgünstig“, sagte der neue Technische Leiter der Stadtwerke, Björn Güldenarm. Dazu wird die bestehende Heizungsanlage im benachbarten Augustin-Wibbelt-Gymnasium erweitert um ein Blockheizkraftwerk, das die Energie erzeugt, die in Form von Wärme über Rohrleitungen in die Häuser des neuen Baugebiets kommt.

Nach Auskunft von Tobias Ahlers von den Stadtwerken investiert der lokale Energieversorger in BHKW und das Verteilnetz insgesamt 571 000 Euro. Der Anschluss ans Netz wird den Hauseigentümer (abzüglich einer möglichen NRW-Förderung) 6000 Euro kosten. Der Wärmebezug kostet 320 Euro Jahresgrundgebühr, der Leistungspreis liegt bei 15 Euro pro Kilowatt, der Arbeitspreis bei 7,2 Cent / kwh.

SOCIAL BOOKMARKS