Familienkrippen erzählen Geschichten
Bild: Baumjohann
Mit Begeisterung beim „Krippkes bekieken“ des Freckenhorster Heimatvereins dabei: Jonathan Niemerg, der sich hier die Krippe von Familie Brökelmann anschaut.                    
Bild: Baumjohann

Dieter Averhoff hat sie in den vergangenen zehn Jahren komplett selbst hergestellt – und das mit viel Liebe zum Detail. Kein Wunder also, dass die Krippe beim alljährlichen „Krippkes bekieken“ des Heimatvereins viele lobende Worte erntete. Am Montag hatte der Verein wieder zur Traditionsveranstaltung „zwischen den Jahren“ eingeladen.

In Vertretung der Vorsitzenden Wilma Richter, die sich nach einer Knieoperation auf dem Wege der Genesung befindet, begrüßte Vorstandsmitglied Margit Schulze Stentrup die Heimatfreunde auf dem Stiftsmarkt. In drei Gruppen machten sich die Heimatvereinsmitglieder auf den Weg in die Familien. Neben Margit Schulze Stentrup führten Anna Eismann und Friedel Rose die Krippenfreunde.

„Es ist heute ja leider nicht mehr selbstverständlich, dass jede Familie eine Krippe hat oder diese zu Weihnachten aufbaut“, bedauert Friedel Rose. So sei das „Krippkes bekieken“ des Heimatvereins auch Werbung dafür, diese schöne Tradition wieder aufleben zu lassen. „Es ist schön, dass sich auch in diesem Jahr drei Familien gefunden haben, die ihre Krippe präsentieren“, dankt Margit Schulze Stentrup.

Ganz unterschiedliche Krippen bekamen die Heimatfreunde in diesem Jahr zu sehen. So ist der Krippenstall bei der Familie Tünte an der Peter-Stoffels-Straße beispielsweise aus dem Deckenholz der ehemaligen Gaststätte „Heidestübchen“ in der Walgernheide gefertigt. „Das Holz könnte sicher Geschichten erzählen“, ist Norbert Tünte überzeugt. Die Krippenfiguren, die auch Enkel Elias gerne betrachtet, sind in einem Warendorfer Geschäft gekauft worden. Vom Freckenhorster Weihnachtsmarkt stammen indes die Figuren, die die Krippe der Familie Brökelmann zieren. Seit 1992 baut die Familie die Krippe Jahr für Jahr auf – ein echter Blickfang im Wohnzimmer.

Auch im kommenden Jahr will der Heimatverein wieder zum „Krippkes bekieken“ einladen. „Wer bereit ist, seine Krippe zu zeigen, darf sich auch jetzt schon gern melden“, betont Schulze Stentrup.

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