Fanfarenzug-Pferde müssen ruhig bleiben
Fanfarenspieler auf dem Rücken und die Schellen eines Tamburins direkt vor der Nase – die Berittenen brauchen Pferde, die so schnell nichts aus der Ruhe bringt.

Überwiegend ist der Fanfarenzug unter Leitung von Jörg Middendorf im Stand zu sehen, aber natürlich treten die Rotröcke auch zu Pferde auf. Anlässe dafür sind überwiegend Schützen- und Jubiläumsumzüge, aber auch Reitturniere und Kutschenkorsos.

Angeführt wird das Schaubild von zwei Pferden, deren Reiter die Vereinsstandarte präsentieren. Dahinter folgt das vereinseigene Paukenpferd, das besonders ruhig sein muss, da es die Kesselpauken samt Pauker auf dem Rücken trägt. Die Fanfarenbläser schließen in drei Reihen zu jeweils vier Pferden auf.

Für diese Auftritte werden Pferde benötigt, die charakterlich einwandfrei sein müssen und eine spezielle Ausbildung absolviert haben. Die Pferde werden teils von den Musikern selbst, aber auch von Freunden und Gönnern zur Verfügung gestellt. Doch bis ein Pferd zum ersten Mal eingesetzt werden kann, bedarf es je nach Charakter einiger Übung.

Wenn im Frühjahr die Tage wieder länger werden und die Saison der Berittenen näher-rückt, treffen sich die Musiker mehrmals, um die „Neuzugänge“ zu testen. So fand jetzt der erste „Pferdetest“ der Saison 2015 statt. Dabei wurden zunächst die von Natur aus recht schreckhaften und scheuen Tiere langsam mit dem Klang von Fanfaren und Pauken vertraut gemacht. Danach wurden an verschiedenen Orten möglichst echt Auftritte mit Applaus, Fahnen, Trommeln und vielem mehr nachgestellt. Dabei kamen auch einige erfahrene Pferde als „ruhender Pol“ zum Einsatz.

Da für einen Auftritt des Berittenen Fanfarenzugs Freckenhorst 15 Pferde benötigt werden, ist der Verein ständig auf der Suche nach geeigneten Pferden. Wer ein ruhiges Pferd besitzt und bereit ist, es den Musikern des Berittenen Fanfarenzuges Freckenhorst zur Verfügung zu stellen, wird gebeten, sich zu melden.

Weitere Informationen gibt es bei Martin Fabisch, 0152 /56152608, der auch die Anmeldungen entgegennimmt.

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