Festwoche mit Bogenmesse eröffnet
Bild: Baumjohann
Der Altar, an dem Dechant Peter Lenfers die alle zwei Jahre stattfindende Bogenmesse zelebrierte, war unter dem Marienbogen der Unteren Brünebrede aufgebaut.
Bild: Baumjohann

In der Tat: Zwar präsentierte sich der Himmel grau in grau, Regen fiel aber nicht während des einstündigen Gottesdienstes, den die Helfer der Bogengemeinschaft „Untere Brünebrede / Königstraße“ mit viel Engagement vorbereitet hatten und der von dem Gebrasa-Blasorchester unter Leitung von Niko Förster musikalisch gestaltet wurde.

Mit dem Gottesdienst eröffne man die Festwoche zum Heimatfest „Mariä Himmelfahrt“, hatte Dechant Lenfers zu Beginn des Gottesdienstes festgehalten. Laurentius, dessen Patrozinium ganz Warendorf feiere, und Maria, die man mit dem Heimatfest verehre, seien Leitbilder, wie man heute Glauben leben könne, so Lenfers. „Glaube ist dort, wo konstruktive Kräfte am Werk sind. Alles andere ist Ideologie und verdient den Namen nicht. Glaube ist nur dort zu finden, wo sich Menschen in der Nachfolge Gottes für andere einsetzen.“

Mit der Messe am Samstag wurde auch der zweijährige Rhythmus des Bogengottesdienstes fortgeführt. Eine gute Tradition, die bei den Gläubigen Anklang gefunden hat, wie beim Blick über die Brünebrede am Samstag unschwer festzustellen war. 180 Stühle hatten die Helfer der Bogengemeinschaft zunächst aufgestellt, weitere 70 Stühle und zehn Bänke später aufgrund der großen Nachfrage hinzugestellt. Dass man selbst damit nicht ausgekommen sei, freute nicht nur Bogenvater Josef Schürmann. Er hatte zu Beginn des Gottesdienstes die Bogengemeinschaften der Emsstadt mit der Flamme einer Kerze verglichen: „Seit weit über zehn Generationen sind Frauen und Männer bereit, unser Fest ,Mariä Himmelfahrt‘ in Warendorf zu gestalten und auszuschmücken.“

Und wie das Licht einer Kerze angenehm und beruhigend, wärmend und wohltuend sei, sei auch das Leben in den Bogengemeinschaften mit diesen Attributen zu beschreiben. „Es tut gut, in solchen Nachbarschaften, in den Bogengemeinschaften zu leben.“ Die nächste Bogenmesse findet übrigens im Jahr 2013 am Bogen der Freckenhorster Straße statt, wozu Bogenvater Thomas Heitmann schon am Samstag einlud. „Sollten wir dann Probleme mit dem Wetter haben, werden wir Josef Schürmann um ein Gebet bitten“, schmunzelte er.

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