Feuerwehr probt am Flüssiggaslager
Bild: J. Kleigrewe
Das Löschen und vor allem das Kühlen der Lastwagen nach einem Brand simulierten die Freckenhorster Feuerwehrmänner.
Bild: J. Kleigrewe

Doch das ganze Szenario war zum Glück nur eine Übung. Der Freckenhorster Löschzug übte, zusammen mit seinen Hoetmarer Kollegen und den Mitarbeitern von Raiffeisen, für den Ernstfall. Angenommen wurde, dass einer der zahlreichen Tanklastwagen auf dem Gelände des Lagers in Brand geraten und der Alarm der Anlage ausgelöst worden war. Für die Feuerwehr ging es nun darum, ihren Einsatzplan durchzuspielen, andererseits sollten die Raiffeisen-Mitarbeiter das richtige Verhalten in einer solchen Situation üben. Denn als Betreiber des Lagers muss die Raffeisen einen eigenen Gefahrenabwehrplan vorhalten. Dieser wird turnusmäßig alle drei Jahre überarbeitet, zuletzt Anfang dieses Jahres, und daher bot sich die Übung an, wie Christian Borgmann von der Raiffeisen erklärte. Dabei stand vor allem die Kommunikation mit den Einsatzkräften sowie mit der Öffentlichkeit im Fokus, aber auch die Abarbeitung einer internen Aufgabenliste. Damit die unmittelbaren Anwohner informiert sind, wurden an sie bereits Flyer verteilt, in denen die wichtigsten Maßnahmen für den Ernstfall sowie eine Informationshotline angegeben sind.

Für die Feuerwehr ging es darum, zu testen, wieviel Wasser im Ernstfall schnell zur Verfügung steht. Denn um einen Lkw, der gebrannt hat, zu kühlen, rechnen die Feuerwehrmänner mit 1200 Litern pro Minute. Dementsprechend werden sehr schnell sehr große Mengen an Wasser benötigt. So besetzte der Freckenhorster Löschzug die Hydranten in der unmittelbaren Umgebung, während die Hoetmarer Feuerwehrmänner eine Leitung von der Westkirchener Straße aufbauten. Dabei mussten sie auch den Verkehr regeln, damit die Autos nur im Schritttempo über den Schlauch fuhren. Neben der Wasserversorgung warfen die Löschzüge auch ein Auge auf die Kommunikation, denn insgesamt waren knapp 40 Männer im Einsatz, im Ernstfall würde noch Verstärkung aus Warendorf kommen. Dementsprechend wichtig ist die Absprache zwischen den vielen Beteiligten. Nach knapp zwei Stunden war die Übung beendet, und alle Beteiligten konnten ein positives Fazit ziehen.

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