Feuerwehr trägt Gold statt Dunkelblau
Stefan Schwienhorst in der neuen Einsatzkleidung (und mit einer alten Jacke in der Hand).

Ganz bewusst habe man sich für die Abkehr vom bisherigen Dunkelblau entschieden, betonte der Stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Olaf Schröder, bei der Vorstellung der neuen Einsatzbekleidung im Gerätehaus an der Straße Am Holzbach. Schließlich seien die Einsatzkräfte in der goldfarbenen Einsatzbekleidung besser wahrzunehmen als in dunkelblauem Stoff. Die bessere Sichtbarkeit ist indes nur ein Vorteil, die die neue Einsatzbekleidung gegenüber den bis zu 20 Jahre alten Vorgängermodellen bietet. „Der Brandschutzkleidung kommt eine besondere Bedeutung zu, da sie im außerordentlichen Maße beansprucht wird und teilweise extremen Einsatzbedingungen ausgesetzt ist“, erläuterte Schröder. Auch in Situationen mit mehreren hundert Grad Umgebungstemperatur dürfe es im Inneren der Einsatzbekleidung nicht warm werden. Zudem halte die neue Einsatzbekleidung auch Stichflammen von 1200 Grad stand. Das Material sei ungleich reiß- und schnittfester als das der Vorgängergeneration.

Im Vergleich zu den Vorgängermodellen sei die neue Einsatzbekleidung leichter und biete mehr Bewegungsfreiheit gerade im Arm- und Schulterbereich, verdeutlichte Stefan Schwienhorst weitere Vorteile der neuen Einsatzbekleidung. Bei der Vorstellung der Anschaffung im Gerätehaus war es ihm vorbehalten, sie probezutragen und zu präsentieren. In den kommenden drei Jahren sollen alle Aktiven der Feuerwehr in den sieben Löschzügen des Stadtverbandes mit der neuen Einsatzbekleidung ausgestattet werden. „Das ist eine Investition von mehr als 400 000 Euro“, machte Olaf Schröder deutlich. Ein einzelnes Set aus Jacke und Hose schlägt mit mehr als 1000 Euro zu Buche, 320 Feuerwehrleute sind in den sieben Löschzügen im aktiven Dienst. Die jetzt eingetroffenen 70 Sets aus Jacke und Hose übergab Bürgermeister Axel Linke an die Feuerwehr. Sie werden gleichmäßig an alle Warendorfer Löschzüge verteilt.

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