Fleißige Hände binden 300 Kräutersträuße
Bild: Schoppmann

20 Frauen binden die traditionellen Kräutersträuße anlässlich des Heimatfestes „Mariä Himmelfahrt“. Die Sträuße werden am heutigen Mittwoch während eines Gottesdienstes gesegnet.

Bild: Schoppmann

Gerade jetzt zu „Mariä Himmelfahrt“ sind die Kräuter reif und haben ihre etherischen Öle entwickelt. Und die verströmen am frühen Dienstagnachmittag ihren ganz speziellen Duft im Pfarrheim.

Rund 20 Frauen der KFD haben sich dort eingefunden, um aus den 20 verschiedenen Kräuterarten kleine Sträuße zu binden. „Die bestehen jeweils aus zehn bis zwölf Kräutern “, erläutert Elisabeth Köster, Erste Vorsitzende der KFD St. Laurentius.

Fast 300 Sträuße entstehen auf diese Art. Jeder von ihnen enthält Kräuter wie Alant, Arnika, Baldrian, Bleifuß und Johanniskraut. Nachdem die Frauen eineinhalb Stunden die Sträuße gebunden haben, endet der Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Am  Mittwochnachmittag findet ab 15 Uhr ein Gottesdienst in der Laurentiuskirche statt, in dem die Krankensalbung und die Segnung der Sträuße erfolgt. Anschließend verteilen Mitglieder der KFD die Sträuße an die Kranken. „Sie sollen mit ihrem intensiven Duft den kranken Gemeindemitgliedern eine Freunde machen und den Segen aus dem Gottesdienst in ihr Haus bringen. Die Sträuße erzeugen keine Heilung, sie sollen lediglich eine kleine Aufmerksamkeit sein. Früher sollten die Kräuter Schutz für das Haus bringen und wurden deshalb bei einem Gewitter verbrannt“, erklärt Elisabeth Köster.

Von Jule Schoppmann

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