Flüchtlinge: Ort für Container gefunden
Für den Fall der Fälle hat die Verwaltung den Parkplatz am Stadtstadion ausgemacht, auf dem ein Container für Flüchtlinge entstehen könnte.

Trotz allem: Ein Standort, über den im Ausschuss Einvernehmlichkeit herrschte, steht nun fest – der Parkplatz Stadtstadion an der Wolbecker Straße. „Da genügend anderweitiger Parkraum für das Stadtstadion vorhanden ist (...), wäre das Grundstück prinzipiell nutzbar“, heißt es in der Vorlage.

Ein weiterer Standort an der Düsternstraße, der erörtert worden ist, sei dagegen weniger geeignet. So soll es also die Wolbecker Straße sein, „wenn es keine Alternativen zur Unterbringung mehr gibt“, wie der Erste Beigeordnete Dr. Martin Thormann erklärte. Die Verwaltung will so verhindern, dass eine langwierige Standortsuche beginnt, wenn tatsächlich akut ein Container gebraucht wird.

Das allerdings zeichnet sich nach aktuellen Prognosen für Warendorf nicht ab. Zwar sind in den ersten drei Monaten 40 Prozent mehr Asylsuchende gekommen als im Vorjahr (48 Personen), aber es sind in dieser Zeit auch neue Unterbringungsmöglichkeiten aufgetan worden. 206 Flüchtlingen leben aktuell in 15 städtischen Objekten, darunter auch die Freckenhorster Straße 174 und die Theodor-Kreimer-Straße 5 / 6 / 7 in Freckenhorst.

Mit Dr.-Rau-Allee und Schulgebäude Herrmannstraße können in der ersten Jahreshälfte Kapazitäten für rund 85 Asylsuchende geschaffen werden. Darüber hinaus können weitere Unterkünfte angemietet werden, etwa Wohnungen an der Warendorfer Straße und am Walgernweg. 

Baulich geprüft wird derzeit noch das ehemalige Fünfkampfinternat an der Von-Ketteler-Straße 32. Für Familien könnten eine Hausmeisterwohnung in Hoetmar und Räume der Wilhelm-Achtermann-Schule in Milte angemietet werden. Das alles würde Platz für 59 bis 67 Flüchtlinge schaffen. Aber nur unter der Prämisse, dass „keine Änderung der Prognosedaten erforderlich wird“.

Genau das kann Iris Blume vom Fachbereich Soziales und Wohnen noch nicht sagen: „Bundesweit steigen die Flüchtlingszahlen derzeit stärker als hier. Frühestens im August werden wir wirklich wissen, wie viele in diesem Jahr nach Warendorf kommen.“ Fest steht: Der Flüchtlingsstrom wird 2016 kaum abebben. Deshalb wird die Verwaltung den Sozialpolitikern in der Sitzung am 24. Juni zwei bis drei neue Standorte für Neubauten vorschlagen.

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