Formfehler machen Stimmen ungültig
Bild: Stempfle
Sammelten Unterschriften für das Bürgerbegehren (v.l.) Volker Cornelsen und Friedhelm Röttger.
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 So wird zum Beispiel der 31. November als Datum genannt. „Diesen Tag gibt es bekanntlich nicht“, sagt Cornelsen im Gespräch mit der „Glocke“. Zudem sehe die Gemeindeordnung des Landes NRW vor, dass lediglich drei Vertrauenspersonen für ein Bürgerbegehren genannt werden dürfen. Die Initiative von Warendorfer Bürgern für eine Kommunalisierung des Netzbetriebs hat jedoch gleich fünf Personen benannt.

 „Das ist ärgerlich“, fasst Volker Cornelsen seine Enttäuschung zusammen. Schließlich kann sich das Ergebnis sehen lassen: Am Freitag und Samstag haben engagierte Bürger an einem Stand einmal auf der Warendorfer Maiwoche und einmal in der Innenstadt Unterschriften gesammelt. In rund sechs Stunden sind dabei mehrere Hundert Stimmen zusammen gekommen.  Es sei ein Rückschlag für das Bürgerbegehren, doch „einen Marathon läuft man auch nicht in nur einer Runde“, blickt Cornelsen positiv in die Zukunft. Um sich juristisch nicht angreifbar zu machen, hat die Initiative für die Kommunalisierung des Netzbetriebs ein weiteres Treffen anberaumt, um die Formulierungen auf den Unterschriftenlisten zu korrigieren und noch einmal über die Fragestellung zu diskutieren. Interessierte treffen sich dazu am Donnerstag, 19. Mai, um 20 Uhr bei „Porten Leve“.

Zwei Juristen sollen die Unterschriftenlisten prüfen, damit bei der nächsten Sammelaktion nichts mehr schief gehen kann. „Als gebrannte Kinder wollen wir einfach kein Risiko mehr eingehen. Deshalb gilt von nun an das Vier-Augen-Prinzip“, erklärt Cornelsen das weitere Vorgehen.

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