Frauen „oben ohne“, aber mit Köpfchen
Bild: Gabi Wild
Purer Spaß an der Freude: Ein Teil der Teilnehmerinnen an der Frauen-Cabrio-Rallye umschwärmt einen VW Beatle vor dem Historischen Rathaus.  
Bild: Gabi Wild

Über Mittag war der Tross mit 82 Teams, bestehend aus jeweils zwei Frauen pro Auto, in Warendorf zu Gast, wo der Marktplatz zum Rastplatz wurde, während die Autos auf dem eigens dafür abgesperrten und ausnahmsweise gebührenfreien Parkplatz am Oberen Lohwall abgestellt waren.

Erfinder des Events sind Petra Zummach und Michael Zahlten. Das Paar aus Münster veranstaltet und promotet Sportevents mit seiner Agentur („Das Brummbär Team“) und hat vor elf Jahren die Frauen-Cabrio-Rallye an den Start gebracht, um den Teilnehmerinnen einen hohen Spaßfaktor zu vermitteln und für einen wohltätigen Zweck Einnahmen zu generieren. Startgelder (mindestens 49 Euro pro Team), Sponsorengelder und Spenden werden nach Abzug der Kosten immer einem guten Zweck zugeführt.

War anfangs der Verein „Herzenswünsche“ begünstigt, so fließt der Reinerlös – nach Auskunft der Veranstalter jeweils zwischen 6000 und 7000 Euro – seit einigen Jahren dem Hospiz „Lebenshaus“ in Handorf zu. So soll es auch diesmal sein.

82 Meldungen wurden angenommen, weitere rund 30 blieben auf der Warteliste und können hoffen, das nächste Mal dabeisein zu können. Weniger als die Hälfte kam aus dem Münsterland, andere waren aus ganz Deutschland und dem Ausland – allein drei Teams aus der Schweiz – angereist – aus purem Spaß an der gemeinsamen Freude. Immer geht es durch einen Münsterlandkreis, und diesmal war Warendorf an der Reihe.

An mehreren Stationen mussten die Oben-ohne-Fahrerinnen ungewöhnliche Aufgaben lösen. Die Fahrt stand diesmal unter dem Generalthema „Robin Hood“, und viele Teilnehmerinnen hatten sich entsprechend verkleidet oder typische Accessoires dabei. In Warendorf gab es ein Stadtspiel mit durchaus kniffligen Aufgaben bei einer „Rallye zu Fuß“ durch die Altstadt.

Die letzte Aufgabe im Friedenspark in Münster war Bogenschießen, die letzte Station aber ein gesponserter Frisörbesuch vor der Siegerehrung. Denn „oben ohne“-Fahren macht Frauen wuschelig. Da hilft auch kein Drei-Wetter-Taft.

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