Friedhofsgebühren werden überarbeitet
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Die Friedhofsgebühren für die städtischen Friedhöfe in Warendorf (Breite Straße), Einen (Bartholomäusstraße) und Hoetmar (Dechant-Wessing-Straße) werden sich ändern.

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Bei der Überarbeitung der Gebührenkalkulation seien neue Verteilungsschlüssel und Zuordnungen vorgenommen worden, hieß es jetzt im zuständigen Ratsausschuss für Umwelt, Planung und Verkehr. Insbesondere der „Nutzen des Friedhofs für die Allgemeinheit“ sei bei der Kalkulation zu berücksichtigen gewesen. Damit sei gemeint, dass Friedhöfe nicht nur Orte des Gedenkens, der Trauer, Besinnung und Einkehr seien. Sie erfüllten auch wichtige städtebauliche, kulturelle, soziale, klimatische und ökologische Funktionen und dienten der Erholung.

Da Friedhöfe somit nicht nur der Bestattung dienten, sei bei der Kalkulation der Friedhofsgebühren ein entsprechender Anteil als Nutzen für die Allgemeinheit abzuziehen und aus allgemeinen Haushaltsmitteln zu finanzieren. Den Anteil der öffentlichen Grünflächen (keine Grabfelder) setzt die Stadt für die drei Friedhöfe mit durchschnittlich fünf Prozent an, die bei der Kalkulation der Allgemeinheit zugerechnet werden. Diese Kosten fließen daher nicht mehr in die Gebühren ein.

Wie alle kommunalen Gebühren, sollen auch Friedhofsgebühren kostendeckend kalkuliert werden. Aus 2010 datiert eine Unterdeckung von 52 289,78 Euro, die nun – um zu große Gebührensprünge zu vermeiden – im Zeitraum bis 2014 ausgeglichen werden müssen. Die jährlichen Gesamtkosten werden auf Basis dieser Eckpunkte mit 312 998 Euro beziffert. Unter dem Strich führt das zu Veränderungen in der Gebührenstruktur. So stehen Gebührensteigerungen für den Erwerb von Nutzungsrechten einerseits Gebührenreduzierungen bei der Anlage von Grabstellen, der Nutzung der Friedhofskapelle und der Aufbahrungsräume andererseits gegenüber. Im Rat am Donnerstag, 8. März, soll die neue Gebührensatzung beschlossen werden.

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