Fritz Hein beim Thiatildisessen geehrt
Bild: Otterpohl
Als Ehrengast wurde beim Thiatildis-Essen des Freckenhorster Heimatvereins Gärtnermeister i.R. Fritz Hein für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Das Bild zeigt (v. l.) Bürgermeister Jochen Walter das Ehepaar Dora und Fritz Hein und Heimatvereins-Vorsitzende Wilma Richter.
Bild: Otterpohl

Für den stets bescheiden auftretenden Fritz Hein, dessen Ehefrau Dora ihm bei allem Einsatz immer den Rücken gestärkt hat, waren die langen Beifallsbekundungen des Guten fast zu viel.

 „Fritz Hein ist für uns einfach unverzichtbar, er hat mehr als 1,5 Kilometer Kränze für die Kutsche gebunden“, erklärte August Weiser, Dienstältester im Nikolaus-Collegium. Freude auch beim Pfarrer-Ehepaar i. R. Renate und Manfred Schleisiek, die die Aktivitäten Heins aus nächster Nähe erlebt haben.

Heimatvereins-Vorsitzende Wilma Richter hielt die Laudatio auf Fritz Hein, den es 1950 aus Hinterpommern mit Mutter und Bruder in die Stiftsstadt verschlagen hatte, „wo ich gut aufgenommen wurde und schnell Anschluss gefunden habe“, so der Geehrte.„Im Zusammenhang mit dem 60-jährigen Bestehen der Pauluskirche 2012 hat sich der Heimatvereins-Vorstand für Fritz Hein als Ehrengast des Thiatildis-Essen entschieden“, erläuterte Wilma Richter. In ihrer Würdigung zeichnete Wilma Richter den Lebensweg des Gärtnermeisters im Ruhestand nach, der vor einigen Jahren auch den Goldenen Meisterbrief erhielt, aber nach wie vor ein „unruhiger Geist“ ist.

Seinen Arbeitsbereich hatte er viele Jahre in der Gärtnerei der Freckenhorster Werkstätten, ob am Kreuzkloster oder an der Industriestraße, wo Hein auch Aufbauarbeit geleistet hat. In der Evangelischen Paulusgemeinde ist Fritz Hein seit Jahrzehnten aktiver Bläser im Posaunenchor und singt seit 60 Jahren im Kirchenchor mit.

Der Geehrte pflegt die Beete an der Thiatildis-Statue an der Hoetmarer Straße und kümmert sich liebevoll um die Bepflanzung. Auch der Apfelgarten im Kreuzkloster, für den der Heimatverein die Patenschaft übernommen hat, ist sein Pflegerevier. Wilma Richter in ihrer Laudatio: „ Die alten Apfelbäume liegen Fritz Hein sehr am Herzen. Seine Idee war es auch, kleine Schilder mit der Sortenbezeichnung anzubringen. Falls mal ein Baum aus Altersgründen trocken werden sollte, dient dieser noch als Rankhilfe für Kletterrosen. Im Sommer können wir dann die Rosenpracht bestaunen.“ Jahrelang begleitete Fritz Hein zudem die Vorstandsarbeit in der Nachbargemeinschaft Spille.

„Fritz Heins Einsatz für unser aller Wohlergehen und zur Verschönerung unserer Stiftsstadt Freckenhorst soll hier und heute gewürdigt werden“, betonte Vorsitzende Wilma Richter unter dem Beifall von mehr als 160 Heimatfreunden im Saal Huesmann.

 

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