Fugensanierung kein Vorbild für Markt
Bild: Wild
In der Kürze der Zeit und mit dem geringen Budget sei die Fugensanierung der Emsstraße die richtige Maßnahme gewesen, sagt Tiefbauexperte Niels Heermann von der Stadtverwaltung. Aber eine nachhaltige Dauerlösung könne das nicht sein. Tatsächlich tun sich schon jetzt wieder tiefere Fugen auf.
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Dass es den Grundeigentümern und Anwohnern rund um das gepflasterte Allerheiligste nicht zugemutet werden könne, regelmäßig mit Handfeger und Kehrblech Pflaster und Fugen von Hand zu reinigen, war allerdings auch Konsens bei dem Workshop im Zuge des Moderationsverfahrens. Insofern stand ein Wunsch an die Stadt auf dem Konsenspapier: Wenn Kehrmaschine, dann bitte mit Bürsten, die nicht die Fugen aushöhlen.  Aber auch die Materialfrage wurde diskutiert: Gibt es eine Verfugung, die Kratzbürsten besser standhält? Diese und ähnliche Fragen sollen jetzt von der Bauverwaltung geklärt werden.

Die Stimmen, die im Herbst noch lauthals getönt hatten, man könne den Markt ganz einfach, ganz schnell und ganz preisgünstig sanieren nach dem Beispiel der Emsstraße, sind allerdings inzwischen auch verstummt. Schon wenige Monate danach tun sich tiefere Spalten zwischen den Steinen schon wieder auf. Niels Heermann, Tiefbauexperte der Stadtverwaltung, ist dennoch überzeugt, dass die 13 000 Euro für die Fugensanierung nicht zum Fenster herausgeworfen wurden: „Wir waren im Zuge unserer Verkehrssicherungspflicht gezwungen, schnell zu handeln. In der kurzen Zeit und mit dem zur Verfügung stehenden Budget war mehr nicht drin.“ Dass dies keine Dauerlösung sein würde, sei klar gewesen. Da müsse regelmäßig nachgearbeitet werden.

 Und das würde wohl auch beim neuen Markt nicht anders sein.

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