Fußgängerzone Jagdrevier für Jaguar-Fahrer
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Mit einem Jaguar raste am Freitag ein Sassenberger durch die Warendorfer Innenstadt.
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Bilder wie von einer Großwildjagd müssen den Passanten in der Fußgängerzone wohl am frühen Freitagabend durch den Kopf schießen: Über mehr als 20 Minuten rast ein Mann mit seinem weiß lackierten Jaguar durch die Stadt. „Aggressiv und ohne Rücksicht“, so heißt es im Polizeibericht vom Samstag, fährt er kreuz und quer durch die Straßen.

Fahndung nach Raser zunächst ohne Erfolg

Gleich mehrfach durchquert er die Fußgängerzone. Passanten springen beherzt zur Seite, um nicht vom Auto erfasst zu werden. Höchstgeschwindigkeiten, Verbote - die Straßenverkehrsordnung scheint für den rücksichtslosen Raser keine Gültigkeit zu haben. Mehrere Streifenwagen heften sich an die Fersen des furiosen Fahrers. Doch die Jagd nach dem Jaguar endet (zunächst) ohne Erfolg: „Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen“, so steht es weiter im Bericht der Polizei, „konnte der Fahrzeugführer flüchten“.

Raserei im Schutz der Dunkelheit

Wenige Stunden später heult der Motor des britischen Sportwagens erneut auf: Gegen 22 Uhr wiederholt der Fahrer seine wilde Hatz durch Straßen und Gassen der Stadt, diesmal im Schutz der Dunkelheit. Die Verkehrsregeln setzt er bei seiner „vollkommen verantwortungslosen Fahrt“ außer Kraft, teilte die Polizei mit.

Jaguar geht Jägern ins Netz

Doch die Beamten ziehen die Schlinge um den Verkehrsrowdy zu - Streifenwagen und zivile Einsatzkräfte gehen nun gemeinsam auf die Pirsch. Schließlich mit Erfolg: An der Bundesstraße 64 geht der Jaguar den Jägern ins Netz. Am Steuer des Sportwagens sitzt ein Mann aus Sassenberg, 31 Jahre alt. Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen rücksichtsloser Fahrweise. Verletzt wird bei dem illegalen Treiben gottlob niemand.

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