„Gärtnern für die Seele“ in Warendorf
Bild: Wild
Noch ein zartes Pflänzchen ist der therapeutische Garten am Rande der Emsaue, der für das Projekt des Ambulanten Betreuten Wohnens des Rochus-Hospitals Telgte an der Bleichstraße in Warendorf gepachtet wurde.
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Gartenarbeit ist in Deutschland ein beliebtes Hobby. Liebevoller Gemüseanbau, Rasenmähen, in der Erde buddeln – das ist für viele Menschen ein Ausstieg aus dem Alltag, man lebt für eine gewisse Zeit in einer anderen Welt. Längst ist bekannt und auch wissenschaftlich belegt, dass Gartenarbeit sogar eine therapeutische Wirkung hat. Vor allem Menschen, die eine psychische Betreuung benötigen, können davon profitieren.

Inner Wheel Club fördert das Projekt

Diese Erkenntnis hat sich jetzt das Ambulant Betreute Wohnen des St.-Rochus-Hospitals Telgte zunutze gemacht und in Warendorf ein im Kreis bisher einzigartiges Projekt ins Leben gerufen. Am Mittwoch stellte Birgit Knipping im Hotel „Im Engel“ dieses Projekt dem Inner Wheel Club Warendorf (IWC) vor.

Womit die Leiterin des Ambulant Betreuten Wohnens nicht gerechnet hat: An diesem Abend wurde ihr eine Spende des IWC-Fördervereins in Höhe von 2500 Euro durch Sabine Haupt, Präsidentin des Inner Wheel Clubs, überreicht. Und das Geld kommt gerade zur rechten Zeit, ist doch in einem ersten Schritt die Anschaffung von Werkzeugen, Gartengeräten sowie Pflanzen geplant.

Gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen

Unter dem Leitgedanken „Gärtnern für die Seele“ soll in Warendorf ein Gemeinschaftsgarten für volljährige Menschen mit einer psychischen oder geistigen Behinderung oder einer Abhängigkeitserkrankung betrieben werden. Damit sollen den Betroffenen eine gesellschaftliche Teilhabe sowie neue Handlungs- und Erfahrungsmöglichkeiten geboten werden.

Dieses Angebot, so Birgit Knipping, sei eine Einladung zur aktiven Mitgestaltung im sozialen Raum und eine passende Ergänzung zu bisherigen Angeboten. „Der Gemeinschaftsgarten bietet eine Chance zur Begegnung, der sozialen Teilhabe und der Entwicklung eines inklusiven Sozialraums“, zählt Knipping verschiedene Aspekte auf.

Mehr darüber lesen Sie in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 5. April.

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