Gallitzinpassage soll Edeka-Markt weichen
So soll er, den ersten Planungen zur Folge, aussehen, der neue Edeka-Markt an der Gallitzinstraße.

An selber Stelle möchte der Investor, die Eigentümerfamilie Düsterberg, einen Neubau errichten, in den der Lebensmittelhändler Edeka einziehen wird – als so genannter Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 2000 Quadratmetern, inklusive einiger Geschäfte im Vorkassenbereich wie Bäckerei oder Zeitungskiosk.

Den Zeitplan für die Umsetzung des Vorhabens haben Jörg Sprenger (Unternehmensgruppe Sprenger, Iserlohn) und Frieder Altrogge (Baurecht / Planung) jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt. „Für das 6800 Quadratmeter große Grundstück soll bis Ende kommenden Jahres Baurecht geschaffen werden“, erläuterte Sprenger und verwies auf positiv verlaufene Gespräche, die er mit Warendorfs Bürgermeister Axel Linke und Baudirektor Peter Pesch geführt habe. „Die Stadt hat großes Interesse daran, an dem Standort die Nahversorgung der Bürger aufrechtzuerhalten – auch mit Blick auf das zu realisierende Neubaugebiet ‚In de Brinke‘.“ Nur hinsichtlich der genauen Positionierung des neuen Gebäudes gebe es noch unterschiedliche Auffassungen. Während die Planer in etwas an der selben Stelle neu bauen möchten, favorisiert die Verwaltung aufgrund von stadtplanerischen Gesichtspunkten einen zur Gallitzinstraße vorgezogenen Baukomplex mit Schaffung von Parkplätzen im hinteren Bereich. „An dieser Frage wird das Projekt aber nicht scheitern. Da werden wir eine Lösung finden“, ist sich Jörg Sprenger sicher.

Im Januar und Februar werden sich die zuständigen politischen Gremien (Planungsausschuss, Hauptausschuss und Rat) mit dem Antrag auf Änderung des Bebauungsplans befassen. Im alten Plan ist die Verkaufsfläche für den Lebensmitteleinzelhandel noch auf 800 Quadratmeter beschränkt. „Das ist nicht mehr zeitgemäß“, findet Sprenger. Ziel sei es, den neuen Edeka-Markt im Sommer 2020 eröffnen zu können. Kein Verständnis hat Jörg Sprenger für Kritik, die seitens der aktuellen Mieter der Gallitzinpassage geäußert worden war („Die Glocke“ berichtete). Bereits vor zwei Jahren seien alle Mieter über die Planungen informiert werden. Die Eigentümerfamilie habe großzügige Zugeständnisse gemacht und sei bestrebt, mit allen einvernehmliche Lösungen zu finden, erklärte Sprenger. Der neue Markt solle architektonisch anspruchsvoll gestaltet werden.

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