Gastfreundschaft wird gelebt
Bürgermeister Axel Linke wünscht ein frohes Fest.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu, und vielleicht ging es Ihnen in den vergangenen Wochen ähnlich: Der Blick auf das Thermometer ließ zuweilen eine andere Jahreszeit vermuten, und doch stieg die Vorfreude auf Weihnachten mit jedem Tag. Ich wünsche Ihnen, dass Sie neben der Geschäftigkeit des Alltags die festliche Seite des Dezembers genießen konnten.

Das Jahr 2015 war ein intensives Jahr. Nicht nur für mich, sondern vor allem für unsere Stadt. Die hohe Zuweisung asylsuchender Menschen stellt Deutschland vor immense Herausforderungen – auch Warendorf. Von den ehrenamtlichen Helfern über die Kräfte des DRK bis hin zu den Mitarbeitern der Verwaltung: Warendorfs Bürgerschaft lebt Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft mit einer Überzeugung, die stolz macht. In der Flüchtlingshilfe zeigt sich, dass unsere Stadt neue Herausforderungen als Chancen begreift. Wir alle müssen uns dafür einsetzen, dass Warendorf so tolerant gegenüber den Zuwanderern bleibt und auch künftig nachhaltige Lösungen der Unterbringung anbieten kann.

Starker Zusammenhalt und Ideenreichtum prägen eine intakte Zivilgesellschaft in unserer Stadt. In zahlreichen Vereinen, Initiativen und in unseren Gemeinden bringen sich Menschen mit ihren Vorstellungen ein. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Engagement in Hoetmar. Mit Landesgold im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und einem Sonderpreis für die Integration von Flüchtlingen und Neubürgern wird sich die charakteristische Warendorfer Herzlichkeit im neuen Jahr auf Bundesebene eindrucksvoll präsentieren können.

Begeisterung für das Ehrenamt ist auch für die politische Landschaft bedeutsam. Wir dürfen nicht vergessen: Lokalpolitik ist ein Ehrenamt von Bürgern für Bürger und lebt davon, dass immer wieder neue Ideen in den politischen Diskurs Einzug halten und die Parteien als Querschnitt unserer Gesellschaft wahrnehmbar bleiben. Denn politisches Engagement stärkt unsere repräsentative Demokratie und bietet einen bewährten Weg, gemeinsam zu zeitgemäßen Entscheidungen zu gelangen.

Breitband, Umgehungen und Wohnraum

Unserer Stadt stehen in den kommenden Jahren wichtige Entscheidungen bevor, und ich wünsche mir, dass diese mit großem Rückhalt aus der Bevölkerung getroffen werden können. Drei Themen möchte ich hier in den Blick nehmen:

Der Breitband-Ausbau muss weiter forciert werden. Es ist nicht zeitgemäß, dass insbesondere der ländliche Raum kaum am digitalen Zeitalter teilhaben kann. Hier müssen wir unsere Bemühungen weiter bündeln, um Privaten wie auch Unternehmen bestmögliche Standortbedingungen bieten zu können. Ähnlich wie Barrieren für die Nutzbarkeit des Internets fallen müssen, braucht auch der Abbau verkehrlicher Engpässe eine verlässliche Perspektive. Die Realisierung des Haltepunktes Einen-Müssingen ist ein weiterer wichtiger Schritt, doch eine tatsächliche verkehrliche Entlastung wird erst mit einer durchdachten Ausbauplanung für die B 64 und die L 547 gelingen. Hier gilt es, den städtischen Interessen auf Landes- und Bundesebene weiter Gehör zu verschaffen. Damit unsere Stadt auch für junge Menschen und Familien attraktiv bleibt, brauchen wir bezahlbaren Wohnraum und einen funktionierenden Immobilienmarkt. Mit der Ausweisung neuer Baugebiete werden wichtige Weichen gestellt. Dennoch werden wir in den nächsten Jahren intensiv daran arbeiten müssen, dem prognostizierten Wohnraumbedarf angemessen zu begegnen.

Diesen und vielen weiteren Aufgaben blicke ich mit Spannung entgegen und ich freue mich darauf, gute und richtige Entscheidungen für Warendorf treffen zu dürfen. Gemeinsam sind wir aufgefordert, Menschlichkeit und Toleranz im Großen wie im Kleinen zu leben. Daran erinnert die Friedensbotschaft der Weihnacht in besonderer Weise.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest und alles Gute für ein glückliches neues Jahr 2016.

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