Gegen Einsamkeit an Heiligabend
Bild: Kleinemeier
Freuen sich auf alle, die Heiligabend in Gemeinschaft feiern wollen: (v. l.) Ulla Breuer, Markus Austerhoff, Ulrich Hagemann und Birgit Althüppe.
Bild: Kleinemeier

Nachdem im vergangenen Jahr etwa 20 Menschen die Veranstaltung besucht haben, laden Ehrenamtliche auch in diesem Jahr zum gemeinsamen Feiern des Heiligen Abends im Pfarrheim St. Marien am Marienkirchplatz.

Auch innerhalb der Familie kann man sich einsam fühlen

Willkommen sind alle, die sich angesprochen fühlen, betont Pastoralreferent Ulrich Hagemann. „Man muss nicht christlich sein, jeder darf kommen.“ Oft sei es schwierig, sich einzugestehen, dass man einsam ist. Einsamkeit müsse nicht nur bedeuten, dass man allein ist, weil der Partner verstorben ist oder jemand eine Trennung durchlebt hat.

Auch innerhalb einer Familie könne man sich einsam fühlen, zum Beispiel, wenn die Kinder an Weihnachten nicht mehr nach Hause kommen.

All diese Menschen heißt der Caritassausschuss willkommen. „Mit allem, was wir leisten können, werden wir einen gemütlichen Tag mit netten Gesprächen, gemeinsamem Weihnachtsliedersingen und einem Abendessen auf die Beine stellen“, verspricht Hagemann.

„Haben in viele glückliche Gesichter geblickt“

Markus Austerhoff hat als Ehrenamtlicher bereits im vergangenen Jahr mitgeholfen. „Wenn wir auch nur einen Menschen damit glücklich machen können, haben wir alles richtig gemacht. Und im vergangenen Jahr haben wir am Ende in viele glückliche Gesichter geblickt“, berichtet er.

Ulla Breuer hatte bereits seit längerer Zeit die Idee, solch eine Aktion zu initiieren. „Dass wir jetzt genug Mitstreiter gefunden haben, um das Ganze in die Tat umzusetzen, ist einfach toll.“ Auch die Ehrenamtliche Birgit Althüppe wird in diesem Jahr wieder dabei sein. „Zeit füreinander zu haben und an Weihnachten meine Zeit an andere zu verschenken, ist für mich das Wichtigste.“

Pastoralreferent Hagemann ist berührt von dem Engagement der Ehrenamtlichen: „Wie sehr sich die Helfer reinhängen und sich auch an Heiligabend für andere Menschen einsetzen ist bewundernswert.“ Er freue sich bereits auf den gemeinsamen Weihnachtsabend. „Weihnachten ist das Fest der Liebe. Und Liebe ist etwas Schönes, was uns zu Menschen macht. Das wollen wir gern mit den Menschen teilen.“

Buntes Programm an Heiligabend

Die Weihnachtsfeier der Kirchengemeinde beginnt an Heiligabend um 15 Uhr mit einem gemütlichen Kaffeetrinken und Kuchenessen. Dabei ist Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Anschließend singen alle zusammen Weihnachtslieder, am Klavier begleitet von Pastoralreferent Ulrich Hagemann.

Außerdem liest Diakon Thomas Rudolph aus dem Evangelium der Heiligen Nacht, andere tragen Gedichte vor. Der Diakon wird zudem einige Gedanken zum Weihnachtsfest äußern. Es folgt ein Abendessen, bestehend aus Kartoffelsalat mit Heißwürstchen, zubereitet von Menschen aus der Gemeinde. Zum Abschluss sind alle eingeladen, um 18 Uhr in den Weihnachtsgottesdienst in der Marienkirche zu gehen.

Für ältere und gehbehinderte Menschen wird nach Absprache ein Fahrdienst eingerichtet, der sie nachmittags abholt und abends zurückbringt. Im Pfarrbüro können Handzettel abgeholt werden, die man Menschen, bei denen man Interesse an der Aktion vermutet, diskret in den Briefkasten werfen kann. Für die Teilnahme an der offenen Weihnacht ist eine Anmeldung im Pfarrbüro erforderlich.

Wer für die Aktion einen Kartoffelsalat spenden möchte, kann dies ebenfalls im Pfarrbüro unter der Telefonnummer 02581 / 989170 anmelden.

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