Geld vom Konto der Mutter gestohlen
Zu einer Haftstrafe von 18 Monaten wegen Computerbetrugs ist ein 26 Jahre alter Warendorfer verurteilt worden.

Taten, für die er sich am Montag vor dem Schöffengericht wegen gewerbsmäßigem Computerbetrugs verantworten musste und die er nach der Verlesung der Anklageschrift einräumte: „Es ist richtig, wie es da steht. Ich habe das Geld auf mein Konto überwiesen und dann abgehoben.“ Verwandt habe er das Geld vor allem, um Schulden abzuzahlen und seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Kurz vorher habe er seinen Job als Maschinenführer und Produktionshelfer in der Fleischindustrie verloren.

Mit gestohlenem Geld seine Drogensucht finanziert

Aber auch Drogenkäufe habe es gegeben, gab der 26-Jährige, der aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde, zu. Der Warendorfer befindet sich in der Drogen-Substitution, dennoch habe es gelegentlich Rückfälle und Beikonsum gegeben. Mit seiner Mutter habe er sich mittlerweile ausgesprochen und sie um Entschuldigung gebeten, was er im Gerichtssaal noch einmal wiederholte: „Ich schäme mich dafür.“

Nach dem Geständnis des Angeklagten stand die Frage nach einer angemessenen Bestrafung im Mittelpunkt der Verhandlung vor dem Schöffengericht. Gegen den 26-Jährigen waren in der Vergangenheit schon mehrere Bewährungsstrafen verhängt worden, auch zum Tatzeitpunkt stand er unter laufender Bewährung.

Urteil: 18 Monate Haft

Die Bewährungshelferin, die zur Hauptverhandlung nicht anwesend sein konnte, hatte in ihrem Bericht festgehalten, dass der Angeklagte den Kontakt zur Bewährungshilfe komplett abgebrochen habe, er mit den Mitteln der Bewährungshilfe nicht zu erreichen sei und sie eine erneute Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe nicht empfehle.

Eine Auffassung, der sich sowohl die Vertreterin der Staatsanwaltschaft als auch der Verteidiger des 26-Jährigen anschlossen. Während die Staatsanwältin auch angesichts einschlägiger Vorstrafen eine Haftstrafe von 18 Monaten beantragte, hielt der Verteidiger 15 Monate für ausreichend. Mit seinem Urteil folgte das Schöffengericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Dass eine Bewährungsstrafe nicht in Frage komme, machte die vorsitzende Richterin deutlich: „Sie haben die ganzen Angebote der Bewährungshilfe nicht genutzt.“

SOCIAL BOOKMARKS