Ghana-Freunde sponsern Schuluniformen
Bild: privat
Neue Schuluniformen, die mit finanzieller Unterstützung aus Warendorf vom Walewale-Partnerschaftskreis der ehemaligen Pfarrgemeinde St. Marien angeschafft wurden, sind im Beisein von Schulleiter und Pfarrer der Junior High School in Nabari übergeben worden.
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Bei einem Besuch in Walewale (Ghana) waren Aktiven der Gemeindepartnerschaft aus dem Pfarrbezirk St. Marien ein kleines Dorf namens Nabari und die nach deutschen Maßstäben schlechten Bedingungen in der dortigen Junior High School aufgefallen. Die Schüler sitzen auf dem Boden, weil es keine Tische und Schulbänke gibt. Viele haben keine Uniformen. Es besteht allerdings eine Uniform-Pflicht.

„Für viele ist es zu teuer, eine Uniform zu kaufen, so gehen die Kinder dann nicht zur Schule“, erläutert Martin Grundkötter. Sie hatte im Sommer zwei Gäste aus Ghana zu Besuch („Die Glocke“ berichtete), mit denen über die Kosten zur Finanzierung der Schuluniformen gesprochen wurde. Der Plan wurde in die Tat umgesetzt.

Schöne Bilder von feierlicher Übergabe

Manuela Woltering freute sich sehr, als jetzt die Bilder der strahlenden Kinder geschickt wurden. Es gab eine feierliche Übergabe, die Schulleitung, Eltern, der Dorfälteste und der Pastor waren bei der Übergabe dabei. Die Übergabe war ein kleines Fest, mit viel Tanz und Trommelmusik. Überreicht wurden insgesamt 63 Schuluniformen. Stolz können die Kinder jetzt jeden Tag damit zur Schule gehen.

Nabari ist ein kleines Dorf, das von Landwirtschaft geprägt ist. Die Kinder sitzen auf dem Boden und lernen, die Uniformen und das Unterrichtsmaterial werden dabei schmutzig. Rückenschmerzen wegen der schlechten Haltung bei der Erledigung schriftlicher Aufgaben sind eine weitere Folge der Umstände. Beim Besuch in Ghana hatten sich Manuela Woltering und Margrit Höllmann ein Bild von der Junior High School machen können.

Nächstes Projekt: Schulmobiliar

Schulbänke für Nabari zu beschaffen, sei die nächste große Aufgabe für das kommende Jahr. Es fehlen 87 Doppeltische. Diese werden aus Metall in einer Werkstatt in Walewale produziert. Das entspricht einem Wunsch der Ghanaer, da Holztische zu empfindlich seien. Die Übergabe in Nabari soll durch den Partnerschaftskreis vor Ort erfolgen.

In einer anderen Schule, in Guabuliga, hat die Walewale-Initiative der Warendorfer Pfarrgemeinde ebenfalls Schulbänke aus Metall mitfinanziert, und die Schüler und Lehrer hätten gute Erfahrungen mit dieser Art von Doppeltischen sammeln können.

Die Initiative informiert über die Schulsituationen in Walewale. Ansprechpartner sind Martina Grundkötter unter Telefon 02581 / 634770 und Manuela Woltering, Telefon 02581 / 632984

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