Gitter schützen gegen Dohlennester
Bild: Poschmann
Das Gitter, das Dachdeckermeister Mirko Grond in den Händen hält, lässt sich einfach in den Schornstein einklemmen und hält Dohlen davon ab, Äste in den Kamin einzutragen. 
Bild: Poschmann

Und dass das tatsächlich sehr gefährlich werden kann, weiß Bezirksschornsteinfegermeister Edmund Becker: „Die Abgase von zum Beispiel Heizungen oder Kaminen können dann nicht mehr abziehen und gehen zurück in den Raum. Im schlimmsten Fall kann das dazu führen, dass sich eine gefährliche Menge des Atemgifts Kohlenmonoxid im Raum ansammelt und das kann zum Ersticken führen.“

Tückische Abgase

Übrigens ist es auch nicht unbedingt ein Schutz, wenn die Heizungsanlage im Keller steht. Wenn die Kohlenmonoxid-Konzentration dort steige, könne sie durchaus auch durch den Beton in darüberliegende Räume gelangen, sagt der Schornsteinfeger. Knifflig ist das Ganze besonders deshalb, weil die giftigen Gase weder zu schmecken noch zu riechen sind. Einziger möglicher Hinweis seien Fenster oder Spiegel, die verstärkt beschlagen seien. „Gerade bei Gasfeuerstätten entsteht häufig viel Kondenswasser und das kann dann natürlich auch nicht durch den Schornstein raus“, erklärt Becker.

Dachdecker helfen

Um es nicht soweit kommen zu lassen, können Hausbesitzer vorsorgen: Zugelassen sind in Deutschland momentan nur sogenannte Dohlengitter. Diese verhindern, dass die Vögel Äste in den Schornstein bringen können, sorgen aber gleichzeitig für einen sauberen Abzug, erklärt Dachdeckermeister Mirko Grond aus Freckenhorst. Die Raster werden auf den Kaminzug geklemmt und passen in so gut wie jeden Schornstein. „Die Nachfrage ist in jüngster Zeit auf jeden Fall gestiegen, schätzungsweise so um 40 bis 50 Prozent“, weiß auch Dachdeckermeister Paul Strohbücker (Freckenhorst). Die Kosten würden natürlich nach Größe und Aufwand variieren, Hausbesitzer müssten sich aber auf etwa 60 bis 70 Euro einstellen.

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