Grass-Bilder im Westpreußen-Museum
Bild: Johannes Kleigrewe
Zahlreiche interessierte Besucher waren gekommen, um sich die neue Grass-Sonderausstellung im Westpreußischen Landesmuseum anzusehen. Einen  Einblick in das Konzept der Ausstellung gab Kuratorin Jutta Fethke (vorn, r.), die bis zum 30. Oktober auch weitere Führungen anbietet.
Bild: Johannes Kleigrewe

Sie steht unter dem Titel „Das nie Gehörte sichtbar machen. Die Bildwelten des Günter Grass“. Über die Eröffnung der Ausstellung freute sich vor allem der Direktor des Westpreußischen Landesmuseums, Dr. Lothar Hyss: „Seit ich hier als Direktor begonnen habe, wollte ich immer eine Vernissage über Grass organisieren.“ Nun erfüllt sich nach langer Vorplanung der Traum des Direktors, der zusammen mit der Kuratorin der Ausstellung, Jutta Fethke, viel Zeit in diese Präsentation gesteckt hat, um ein angemessenes Konzept zu entwickeln.

Und so werden im Museum auch nicht allein die Grafiken, Skulpturen und Zeichnung gezeigt, die Günter Grass während der sechs Jahrzehnte seines Schaffens angefertigt hat. Sie werden vielmehr in Beziehung zu den Romanen und Gedichten des Künstlers gesetzt, „um das Zusammenwirken von seiner literarischen und der bildhauerischen Arbeit zu verdeutlichen“, wie Dr. Lothar Hyss erklärte.

Dank der ausgiebigen Planung und detaillierten Ausarbeitung erwartet die Besucher zudem eine Ausstellung, die es in dieser Zusammenstellung noch nie zu sehen gab. Dank zahlreicher Spender, die Werke für die Ausstellung ausgeliehen haben, erhält man einen genauen Blick auf die nicht ganz so bekannte Seite des Literaturnobelpreisträgers.

Ein wichtiger Partner war dabei das Günter-Grass-Haus in Lübeck, das ebenfalls mehrere Grafiken zur Verfügung gestellt hat. Der Leiter des Hauses, Jörg-Philipp Thomsa, war extra angereist, um bei der Eröffnung dabei zu sein. „Günter Grass hätte sich über diese Ausstellung und unsere gute Zusammenarbeit gefreut“, erklärte er und machte den Kuratoren damit wohl das größte Kompliment. Er hob zudem die ausführliche Begleitung der Ausstellung hervor, zu der es unter anderem einen Katalog gibt.

Daneben werden mehrere Vorträge in den kommenden Monaten stattfinden, darunter mit der Tochter von Günter Grass, der Schauspielerin Helene Grass, die am 8. September (19 Uhr) aus den Werken ihres Vaters liest. Kuratorin Jutta Fethke bietet während der Ausstellung Führungen an. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Oktober im Westpreußischen Landesmuseum, Klosterstraße 21, zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. 

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