Grüne: Stadt soll Industriebrache kaufen
Bild: Suwelack
Um die Zukunft der Industriebrache Brinkhaus und des benachbarten Brinkhaus-Parks geht es, wenn demnächst die Ratsgremien über die Ergebnisse des Moderations- und Werkstattverfahrens diskutieren, um eine „Warendorfer Position“ zur sogenannten Emsinsel zu finden.
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Mit einer umfangreichen Stellungnahme hat die Ratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen als erste politische Gruppierung den Auftakt gemacht für die in den kommenden Wochen folgenden Beratungen über eine „Warendorfer Position“ zur weiteren Nutzung der Industriebrache Brinkhaus. Im Kern stellt sich die Ratsfraktion mit ihrer Haltung hinter die grundsätzliche Marschrichtung, die auch der bürgerschaftliche „Arbeitskreis Neue Emsinsel“ seit Jahren fordert.

Grüne wollen grüne Emsinsel

Entscheidender Punkt ist die Forderung der Fraktion eines „vollständigen Rückkaufs des Geländes“ durch die Stadt als „Grundlage für eine kommunale Entwicklung der Fläche“. Was die Inhalte eines Bauleitplanverfahrens angeht, unterstützen die Grünen weitgehend die „grünen“ Planungen des AK Emsinsel und kritisieren „den im Moderationsverfahren gewählten Ansatz, die Variante einer weitgehenden Renaturierung der Brache, kombiniert mit umweltverträglicher, öffentlicher und kultureller Nutzung einschließlich dafür zu errichtender Gebäude zu vernachlässigen“.

Die Fraktion wünscht „eine gemischte, ressourcenschonende, umweltverträgliche Nutzung der Fläche, den Erhalt und die Herstellung von Grünarealen und der Entsiegelung weiter Teile des Geländes“. Anders als die aktuelle Beschlusslage des Rats, sind die Bündnisgrünen für eine Verlegung der Ems über das ehemalige Fabrikgelände, um Park und Aue im Rahmen der zwingend einzuhaltenden EU-Wasserrahmenrichtlinien zu schützen und dadurch den vorhandenen Baumbestand zu erhalten.“

„Offene Zugänglichkeit“ Grundsatz

Was die künftige Nutzung des Geländes ansonsten angeht, sprechen sich die Politiker der drittgrößten Ratsfraktion „für eine begrenzte Bebauung für öffentliche, kulturelle und/oder touristische Zwecke“ aus. Sie wollen eine „offene Zugänglichkeit der großartigen, am Fluss gelegenen, zentralen Flächen für alle“ ermöglichen: „Wir fordern freien Zugang zum Wasser mit einem guten Rad- und Fußwegenetz sowie einer integrierten, naturnahen Uferpromenade“ sowie eine durchgehende Querverbindung zur Altstadt mit Hilfe einer neuen Brücke zur Straße „Quabbe“.

Mit Blick auf das anlaufende Beratungsverfahren in den Ratsgremien fordern die Grünen uneingeschränkte Öffentlichkeit. Auch ein von Bürgermeister Axel Linke geplantes Vorab-Gespräch mit den Moderatoren zur internen Information der Ratsmitglieder in nichtöffentlicher Sitzung sehen die Grünen kritisch.

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