Grünes Licht für das Vereinsheim
Bild: Kleigrewe
Das Freckenhorster Pfarrheim im Schatten der Stiftskirche soll zu einem Quartiers- und Vereinsheim umgebaut werden. Das hat der Rat einstimmig beschlossen.
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Mit der Umsetzung des Projekts solle erst begonnen werden, wenn der künftige Betrieb des Vereinshauses über einen gegebenenfalls noch zu gründenden Verein geregelt sei, hieß es in der Vorlage der Verwaltung.

Und an genau diesem Satz rieben sich einige Ratsmitglieder. „Was passiert mit dem Vereinsheim, wenn dieser Betreiberverein wieder auseinanderfällt“, fragte Andreas Hornung (SPD) und forderte, die entsprechende Passage des Beschlusses einfach zu streichen. Auch Günter Belt (FDP) sah die Verknüpfung des Umbaus mit einem Verein kritisch. „Wir sprechen da über einen Verein, den wir gar nicht kennen“, erklärte er. „Zuerst müsste doch geklärt werden, welche Satzung und welche Ziele der Verein hat und wie die bestehenden Vereine darin vertreten sind.“

Darin konnte Baudirektor Peter Pesch kein Problem erkennen. Im Vorfeld seien Nutzungskonzepte und Bedarfe mit den Freckenhorster Vereinen ausführlich besprochen worden, betonte er. Daraus ergebe sich der Kreis des Trägervereins quasi von allein. Er habe in jedem Fall ein tiefes Grundvertrauen, dass geeignete Träger gefunden würden. „Die Freckenhorster kriegen das hin“, stellte er klar.

Das sah auch Martin Richter (CDU) so. Er habe wenig Verständnis für die geäußerten Bedenken, sagte er. „Wir haben unser Ziel, ein Vereinshaus, erreicht, und wir bekommen einen hohen Förderbetrag dafür. Also sollten wir positiv an die Sache herangehen und sie nicht zerreden“, forderte er. Es sei richtig, dass sich die Freckenhorster beim Betrieb des Hauses einbringen sollten und er sei sicher, dass das auch funktionieren werde, so Richter. Beim Bürgerhaus funktioniere das ja auch relativ gut.

Für ihn stehe außer Frage, dass sich für den Betrieb des Vereinshauses eine Lösung finden werde, stellte auch Bürgermeister Axel Linke klar und fand eine Formulierung, mit der sich schließlich alle Ratsmitglieder anfreunden konnten: „Mit der Umsetzung des Projekts wird erst begonnen, wenn der zukünftige Betrieb des Vereinshauses geregelt ist – gegebenenfalls über einen noch zu gründenden Verein“, heißt es nun im einstimmig gefassten Beschluss.

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