Grundeigentümer stellen Bedingungen
Bild: Wild
Zu den Grundeigentümern, die für eine ortsferne Trassierung der Freckenhorster Umgehung nicht verkaufen wollen, gehören (v.l.) Ulrich Brinkmann und Hermann Erlemeyer aus dem Warendorfer Westbezirk. 
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Das haben sie jetzt in einer Erklärung mitgeteilt, die an die Warendorfer Politik adressiert ist. Bei einer Umgehungsstraße auf der Linie der ehemaligen Kraftfahrstraßenplanung um Freckenhorst würden sie sich verweigern.

Umplanung bislang nicht angepackt

In der Begründung heißt es, dass der von ihnen bei Bürgermeister Axel Linke vor mehr als einem Jahr geforderte Abwägungsprozess zur Linienführung der Freckenhorster Umgehung bis heute nicht vorgenommen und mit der Begründung abgetan worden sei, es gebe keinen Diskussionsbedarf. Auch auf die Forderung der Interessengemeinschaft (IG) der betroffenen Grundeigentümer an den Landesbetrieb Straßen NRW, den Untersuchungsraum so auszuweiten, dass auch eine ortsnahe Lösung gleich mit untersucht wird, habe niemand reagiert.

Nach Darstellung der IG wurde zunächst eine Linie für eine Kraftfahrstraße um Freckenhorst bestimmt, die von der Everswinkeler Straße bis zum Kreuz Petermann im Warendorfer Westbezirk gehen sollte. Diese Planung sei vor rund zwei Jahren verworfen worden. „Das Kreuz bei Petermann ist ersatzlos gestrichen und die Kraftfahrstraße zu einer Landstraße herabgestuft worden“, erklärt Hermann Erlemeyer als Vertreter der Grundeigentümer, der die Änderung begrüßt, denn nun könne „die verträglichste Lösung für eine Umgehung um Freckenhorst realisiert werden, die auch die Akzeptanz der Landwirtschaft findet“.

Ortsnahe Trasse mit Vorteilen

In allen fachlichen Stellungnahmen werde klar für eine ortsnahe Führung plädiert, darunter auch in der ersten Umweltverträglichkeitsstudie (UVS). Laut Eigentümer Ulrich Brinkmann raten auch die Landwirtschaftskammer sowie neutrale Verkehrs- und Städteplaner zu der ortsnäheren, mit Kreisverkehren an das Netz angebundene Linienführung, besonders in Bezug auf die Entlastung für Freckenhorst, weil sie so auf kurzem Weg erreich- und nutzbar wäre.

Bei der ortsnäheren Linienführung würden die großen landwirtschaftlichen Betriebsflächen nicht durchschnitten, Brückenbauwerke würden überflüssig und das vorhandene landwirtschaftliche Wegenetz könnte uneingeschränkt weiter genutzt werden, betonen die Grundeigentümer in ihrer Stellungnahme. Sie warnen die Politik davor, den Plänen von Straßen NRW „ungeprüft und blind“ zu folgen.

Abwägungsprozess wird gefordert

Gefordert wird ein Abwägungsprozess unter Hinzuziehung neutraler Fachleute. „Sonst sehen wir nur noch den juristischen Weg“, warnt Erlemeyer. Im Rahmen der Planfeststellung würden sich die Eigentümer wehren mit der Folge, dass „eine Realisierung der dringend benötigten Umgehungsstraße Freckenhorst auf unbestimmte Zeit verzögert“ würde. „Die Politik“ wird aufgefordert, sich dieses Themas anzunehmen.

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