Grundwassersanierung soll im Mai starten
Bild: A. Edelkötter
Am Rand des Wohngebiets Buschkamp, Heidekamp, Hasenkamp im Nordwesten von Warendorf werden drei weitere Beobachtungsbrunnen angelegt. Insgesamt steigt die Zahl der Brunnen damit von 14 auf 17.
Bild: A. Edelkötter

Die Ergebnisse werden Aufschluss darüber geben, ob die Grundwasserbelastung weiter Richtung Süden vorangeschritten ist und vielleicht schon das Wohngebiet erreicht hat. Später erfolgen an den Messstellen auch Kontrollen, um den Prozess der Grundwassersanierung zu überwachen und laufend den Grad der Verunreinigung festzustellen.

Zur Erinnerung: Durch den früheren Betrieb der chemischen Reinigung Rübesamen ist es im nordwestlichen Teil des Stadtgebiets zu einer weiträumigen Verunreinigung des Grundwassers durch das Lösungsmittel Tetrachlorethen gekommen. Bis in die 90er-Jahre ist dieser Stoff, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein, in der chemischen Reinigung, die ihren Sitz am Binsenweg (heute FN / DOKR) hatte, eingesetzt worden und ins Erdreich gelangt. Nachdem der Kreis Warendorf als zuständige untere Wasserbehörde zunächst eine abwartende Haltung zur Grundwasserproblematik eingenommen hatte, führten heftige Proteste zu einem Umdenken in Kreishaus. In Kürze soll nun der Weg der aktiven Sanierung beschritten werden. Seit Ende Januar läuft das Ausschreibungsverfahren für die Sanierungsarbeiten“, erklärte Kreis-Pressesprecher Norbert Kampelmann gestern auf Nachfrage der „Glocke“. 27 Unternehmen hätten die ausführlichen Ausschreibungsunterlagen angefordert, noch sei allerdings kein konkretes Angebot bei der Kreisverwaltung eingegangen. Das sei aber nicht ungewöhnlich, meint Kampelmann mit Blick auf die Abgabefrist, die erst am 4. März endet.

Die Auftragsvergabe für die so genannte hydraulische Sanierung soll Ende April / Anfang Mai erfolgen. Zur Durchführung der Grundwasserreinigung werden zwei Förderbrunnen errichtet, die entsprechenden Rohrleitungen verlegt und Reinigungsanlagen installiert. Der Sanierungsprozess soll zunächst bis 2017 durchgeführt werden, kann bei Bedarf aber auch noch verlängert werden. Im Lauf des Monats Mai soll mit der Grundwassersanierung begonnen werden. Unabhängig von der Sanierung und deren Verlauf werden alle Haushalte, die bislang noch über eigene Brunnenanlagen verfügen, ab 2015 an die zentrale Trinkwasserversorgung der Stadt angeschlossen.

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