Hallenbaderweiterung rückt in weite Ferne
Bild: Wild
Maximaler Aufschlag, minimales Ergebnis: Die Politiker von gleich vier Ratsausschüssen berieten am Mittwochabend über das Bäderkonzept der Stadt Warendorf. Da zahlreiche Zuhörer erwartet wurden, war die Sondersitzung in den Saal des Sparkassenforums verlegt worden. Am Ende stand ein kontroverses Meinungsaustausch, aber keine klares Beschlusslage zu Buche.
Bild: Wild

 Gleich vier Ausschüsse ließen sich am Mittwochabend die Ergebnisse einer gutachterlichen Untersuchung zur Frage vorstellen, ob, wo und gegebenenfalls zu welchen Kosten Hallenbadkapazitäten ausgebaut werden können. Es gab eine intensive und kontroverse Diskussion, wie es nun weitergehen soll. Aber als es zur Abstimmung kam, ergab sich ein diffuses Bild über die Frage, was nun zu tun sei.

Vier Ausschüsse, drei Vorschläge

Keine Mehrheit fand in allen vier Ausschüssen der Antrag der SPD, zunächst keinen Beschluss zu fassen, das Thema zur Beratung zurück in die Fraktionen zu überweisen, um dann im Zuge der Haushaltsplanberatungen 2019 noch in diesem Herbst Anträge dazu einbringen zu können, sodass zumindest in der Finanzplanung eine konkrete Marschrichtung erkennbar würde.

Mehr Chancen hatte ein Änderungsantrag der FDP, der inhaltlich das Ziel hat, das bestehende Hallenbad ohne große Veränderungen mit Mitteln der laufenden Unterhaltung aus dem Wirtschaftsplan der Stadtwerke funktionstüchtig zu halten, um gegebenenfalls später über einen Neubau oder Anbau zu entscheiden. Die Bezirksausschüsse Freckenhorst-Hoetmar und Einen-Müssingen schlossen sich mit teils klaren Mehrheiten diesem Antrag an, der Sportausschuss mit hauchdünner Mehrheit von sieben gegen sechs Stimmen.

Klares Abstimmungsergebnis überrascht

Als es dann aber zur Abstimmung im Ausschuss für Umwelt, Planung und Verkehr (UPV) kam, kippte die Mehrheit mit sieben zu acht Stimmen, sodass dort der scheinbar mehrheitsfähige FDP-Antrag durchfiel. Daraufhin ließ Ausschussvorsitzender Willi Schöning (CDU) über den Beschlussvorschlag des Bürgermeisters abstimmen. Und obwohl der im Prinzip dieselben Konsequenzen wie der FDP-Änderungsantrag gehabt hätte, fiel auch der Verwaltungsvorschlag mit sechs gegen neun Stimmen im UPV sogar noch deutlicher durch.

Nun liegt es am Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss, am 12. November aus der unklaren Entscheidungslage eine eindeutige Aussage zu machen, über die dann gegebenenfalls der Rat am 21. November entscheidet. Bei diesen beiden Sitzungen wird dann auch Bürgermeister Axel Linke (CDU) am Tisch sitzen, der am Mittwochabend erst gar nicht zu dieser denkwürdigen Sitzung im Sparkassenforum erschienen war.

Wie sich Verwaltung, Stadtwerke und Ratsfraktionen im Detail äußerten sowie einen Kommentar lesen Sie in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 1. November.

SOCIAL BOOKMARKS