Haus Gedigk öffnet seine Türen
Bild: Kleigrewe
Das Haus Gedigk an der Schulstraße in Milte steht seit 2009 unter Denkmalschutz. Um ihr Konzept, das Gebäude zu sanieren und in das dezentrale Stadtmuseum zu integrieren, vorzustellen, lädt der Heimatverein alle Interessenten für Sonntag zu einem „Tag der offenen Tür“ ein.
Bild: Kleigrewe

Um die Idee und das Konzept den Milter Bürgern und interessierten Gästen näher zu erläutern, lädt der Heimatverein Milte in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Milte und dem Verein Familiendorf Milte für Sonntag, 14. Juli, zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Von 14 bis 18 Uhr steht das Haus Gedigk am Sonntag den Besuchern offen, damit sie einen Blick auf den derzeitigen Zustand werfen können.

„Wir wollen mit dieser Aktion alle Bürger ansprechen, die bislang dieses Thema nur aus Gesprächen und Medien kennen. Es ist immer viel eindrucksvoller, sich solch ein Gebäude selbst anzusehen und in die Geschichte einzutauchen“, so der Heimatvereinsvorsitzende Dietmar Knorr. Man wolle mit den Gästen ins Gespräch kommen und das angestrebte Konzept näher erläutern. Natürlich stehe man auch für weitere neue Ideen bereit.

In seinem Konzept will der Heimatverein Milte vor allem das Thema der Migration und Integration aufgreifen. Auch das Amt für Denkmalpflege in Westfalen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) sieht im Haus Gedigk im Zusammenhang mit dieser Thematik ein ganz besonderes Denkmal. Weil der Bestand an Behelfsheimen inzwischen weitgehend verschwunden ist, komme dem Gebäude ein exemplarischer Charakter zu. Deshalb sei das Haus an der Schulstraße 10 a in Milte heute als ein überregional bedeutendes Geschichtszeugnis anzusehen. Es dokumentiere eine wichtige, aber nicht als angenehm empfundene Epoche der deutschen Geschichte. Das Haus sei daher bedeutend für die Geschichte der Menschen im Münsterland, heißt es in einem Schreiben des Denkmalamts.

Das Haus Gedigk wurde 1944 als Doppel-Behelfsheim mit zwei weiteren solcher Bauten errichtet und wenige Jahre später zu einem Einfamilien-Behelfsheim umgestaltet. Da man nicht davon ausging, dass die Bauten länger bestehen würden, wurden auf dem Gelände ab 1959 mehrere Schulgebäude errichtet. Doch das Haus blieb bis 2009 bewohnt und daher auch erhalten.

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