Herbstwoche seit 30 Jahren im Programm
Bild: Kleigrewe
Bei so vielen Sonnenblumen kann mit dem Wetter beim Freckenhorster Herbst nichts schiefgehen – darüber waren sich die Organisatoren bei der Vorstellung des Programms einig.
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Noch im gleichen Jahr fand die erste Freckenhorster Herbstwoche statt, die seitdem zum festen Programm gehört.

Schon seit längerem hätten damals die Schausteller geklagt, dass die Herbstkirmes auf dem Stiftsmarkt nicht gut genug besucht sei und damit gedroht, sich aus Freckenhorst zurückzuziehen, wenn nicht mehr Publikum komme, erklärt der 81-Jährige. „Also habe ich überlegt, wie man unseren Ort attraktiver machen kann und eine Großveranstaltung meines Heimatorts Sulingen zum Vorbild genommen“, erinnert er sich.

Weil der Stiftsmarkt nicht genug Platz bot, wurde kurzerhand ein Antrag an die Stadt Warendorf gestellt, die Warendorfer Straße „von Blumen Kösters bis zur Kreuzung Schmiehausen“ zu sperren, damit genügend Verkaufsbuden und Trödelstände aufgestellt werden konnten. „Und weil unser Vorsitzender Anton Deiter besonders gute Beziehungen zur Stadt hatte und Verkehrsamtsleiter Hermann Leson uns sehr unterstützt hat, ließ die Genehmigung nicht lange auf sich warten“, freut sich Dahlskamp noch heute über die schnelle Reaktion.

Die Werbegemeinschaft konnte also mit den Vorbereitungen beginnen. Fast alle Vorstandsmitglieder bekamen Aufgaben wie die Einladung von Trödlern, die Vergabe von Ständen oder die Organisation der Stromversorgung. „Und dabei hieß es immer, die Kosten so gering wie möglich zu halten und keine finanziellen Risiken einzugehen“, erzählt der ehemalige Kassierer, der heute Ehrenmitglied der Werbegemeinschaft ist, mit einem Schmunzeln.

Doch trotz dieser Vorgabe lief alles wie am Schnürchen. Die Freckenhorster Vereine kümmerten sich um die meisten Verkaufsbuden, zu den heimischen Trödlern kamen auch einige auswärtige Profis und im Festzelt, das auf dem Stiftsmarkt vor dem Haus Jasper aufgestellt war, fanden sogar noch während der folgenden Woche Veranstaltungen wie eine Modenschau statt. „Das war die Geburtsstunde der Freckenhorster Herbstwoche“, stellt Fritz Dahlskamp zufrieden fest. Und die ist auch 30 Jahre später noch sehr lebendig und attraktiv.

Von Freitag, 7. Oktober, bis Montag, 10. Oktober findet in diesem Jahr die 30. Auflage des Freckenhorster Herbstes statt. Im Mittelpunkt steht wie immer die Trödelmeile in der Stadtmitte, die am Samstag und Sonntag wieder mit mehr als 700 Ständen aufwarten wird. An beiden Tagen werden Kleinkünstler und verschiedene Musikdarbietungen das besondere Flair in die Straßen und Gassen der Stiftsstadt bringen. Außerdem findet in diesem Jahr erstmals an der Industriestraße eine kleine Gewerbeschau statt.

Um die Kirmes zu retten, wurde die Herbstwoche ins Leben gerufen, und deshalb gehört das bunte Treiben mit Karussells und Buden auf dem Stiftsmarkt am gesamten Wochenende natürlich auch zum Programm.

Der traditionelle Fassanstich am Samstag findet diesmal um 11 Uhr am Freckenhorster Bürgerhaus statt. Welchem verdienten Bürger die Ehre zuteil wird, den Anstich vorzunehmen, wird aber noch nicht verraten. Ein wichtiges Standbein des Freckenhorster Herbstes sind außerdem die Zeltveranstaltungen. Am Samstagabend läuft hier unter dem Motto „Wir machen das Maß voll“ das Freckenhorster Oktoberfest mit bayrischem Bier und Spezialitäten sowie original bayrischer Musik von den „Alpenbanditen“. Am nächsten Morgen geht’s gleich weiter mit dem bayrischen Frühschoppen, für das die Werbegemeinschaft traditionell 50 Liter Freibier spendiert.

Allseits beliebter Auftakt des Festwochenendes ist aber wie immer am Freitag der Varieté- und Genießerabend im Festzelt. „Wir haben ein tolles Programm zusammengestellt“, verspricht Organisatorin Heike Kettner, die dank der finanziellen Unterstützung der Vereinigten Volksbank neben Entertainer Charlie Martin auch die Sängerin Sarah Schiffer, die Handstandakrobatin Cecilia, die Zauberkünstlerin Nika und den Slapstick-Akrobaten Rainer Stanke präsentiert. Für den kulinarischen Genuss zeichnet Festwirt Frank Strohbücker verantwortlich, der diesmal ein Menü aus deutscher und mediterraner Küche serviert.

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