Heute Testlauf für Bürgerbegehren
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Am Mittwochabend soll ein Bürgerbegehren in Warendirf zur Stromnetzübernahme durch eine kommunale Netzgesellschaft vorbereitet werden.
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Für ein Bürgerbegehren müssten zunächst einmal so viele Mitstreiter zusammenkommen, damit die Sammlung von Unterstützerunterschriften organisiert werden kann. Wie bereits berichtet, müssten mehr als 2100 kommunalwahlberechtigte Bürger dafür gewonnen werden, das Begehren zu unterstützen, damit es formal zustande kommt.

Unterstützter gesucht

„Dafür werden wir Klinken putzen müssen“, ist Volker Cornelsen, nebnen  Frank Böning und Friedhelm Röttger  einer der Initiatoren, klar, dass nur über eine breite Mitwirkung von „Multiplikatoren“ aus Parteien, Vereinen, Gruppen und Nachbarschaften, der Kraftakt gelingen könnte. Von der Resonanz auf den Aufruf für das heutige Treffen (Warendorf, Freckenhorster Straße 33) wollen es die Initiatoren abhängig machen, ob sie den Weg des Begehrens gehen wollen, damit das bisher in Hand der RWE befindliche Stromnetz künftig von der Stadt bewirtschaftet wird.

Erstmals vor Ratsbeschluss

Käme es zu dem Bürgebegehren, wäre es das erste in Warendorf, das nicht zur Abänderung eines bestehenden, sondern im Vorfeld eines erwarteten Ratsbeschlussees angestrengt würde. In Sachen Papiertonne und Hauptschulschließung war es jeweils darum, gegangen, einen Ratsbeschluss zu kippen. Die daraus resultierenden Bürgerentscheide führten dazu, dass die geplante flächendeckende Einführung der Papiertonne zunächst nicht umgesetzt werden konnte. Die Initiative gegen die Schließung der Von-Ketteler-Schule war ein paar Jahre später indes nicht von „Erfolg“ gekrönt, denn die Mehrheit der Bürger unterstützte den Ratsbeschluss.

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