Hilferuf aus rumänischem Satu Mare
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Obwohl Rumänien der Europäischen Union beigetreten ist, hat sich die wirtschaftliche Lage eher zum Nachteil entwickelt.

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 Die „Aktion Kleiner Prinz“ unterstützt in Rumänien seit 1995 gemeinsam mit der örtlichen Caritas ein Reha-Zentrum für behinderte Kinder. Nicht nur mit Geld. Regelmäßig rollen Lastwagen mit Kleidung für Kinder und Erwachsene nach Satu Mare, mit der die behinderten Kinder sowie Familien in den umliegenden Dörfern versorgt werden. Allerdings entspricht die Kleidung nicht dem jahreszeitlichen Rhythmus.

So erreichte vor einigen Wochen ein Lastwagen aus Warendorf Satu Mare, der zwar Textilien, aber wenig Sommerbekleidung an Bord hatte. Satu Mare hat im Sommer – ähnlich wie Nordrhein-Westfalen – Temperaturen zwischen 24 und 35 Grad Celsius und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit.

Was den Hilferuf noch dringender macht: Obwohl Rumänien der Europäischen Union beigetreten ist, hat sich die wirtschaftliche Lage eher zum Nachteil entwickelt. Die Folge: Die Menschen in den Dörfern sind wirtschaftlich oftmals nicht in der Lage, für ihre Kinder Sommerkleidung zu kaufen. Die „Aktion Kleiner Prinz“ hat sich des Problems sofort angenommen und bittet nun um Spenden von gut erhaltener, leichter Kleidung für Kinder.

Aus vielen T-Shirts, kurzen Hosen und anderen Sommersachen sind die Kleinen herausgewachsen. Also wohin mit den Sachen vom Vorjahr? Die „Aktion Kleiner Prinz“ nimmt jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr Spenden für Kinder in Satu Mare und Umgebung an. Damit die Sachen auch noch vor der großen Sommerhitze in Rumänien ankommen, wurde zusätzlich ein Abgabetermin während des Monats Juni eingerichtet. Sonntags von 10 bis 13 Uhr kann ebenfalls gut erhaltene Kinderkleidung in der Halle der „Aktion Kleiner Prinz“, Beckumer Straße 36, abgegeben werden.

 Die Teilnehmer des Hoffnungslaufs am Samstag, 2. Juni, rund um den Emssee erhalten ein Merkblatt mit der Bitte, den rumänischen Kindern zu helfen.

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