Hochwertig, schmackhaft und gesund
Bild: Baumjohann
Sind von der hohen Qualität des Bio-Leinöls aus der Warendorfer Ölmühle überzeugt: (v.l.) Mechtild Kaup, Detlef Grabbe, Georg Schwake, Anne Tovar, Josef Steinhorst.
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 „Leinöl enthält viele ungesättigte Omega-3-Fette“, erklärt Grabbe. „Es ist gesund und gut für den Stoffwechsel“, erläutert er weitere Vorzüge des Produkts. „Man kann sich etwas gönnen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.“ Letzteres nicht nur wegen der Inhaltsstoffe des Öls, das regional und in Bioqualität hergestellt worden ist. „Man schmeckt die Frische“, findet Anne Tovar. In ihrem „Körnerladen“ an der Freckenhorster Straße in Warendorf ist das kaltgepresste Leinöl ebenso erhältlich wie auf dem Hof Lohmann der Freckenhorster Werkstätten oder im Hofladen von Josef Steinhorst.

Mit den Freckenhorster Werkstätten hat Detlef Grabbe bei der Abfüllung und Beschriftung des Leinöls zusammengearbeitet. „Unsere Mitarbeiter haben das Öl abgefüllt und die Flaschen etikettiert“, erläutert Hofleiter Georg Schwake und freut sich, mit dem Leinöl ein weiteres Bio-Produkt im Laden auf dem Hof Lohmann anbieten zu können und zudem eine weitere Aufgabe für die Menschen mit Behinderungen gefunden zu haben, die in den Werkstätten arbeiten.

„Die Leinpflanze ist relativ anspruchslos auch von der Düngung her“, bilanziert Bio-Landwirt Josef Steinhorst das erste Anbaujahr. Im Vorfeld des Leinanbaus habe er viele Informationen zusammentragen müssen, erzählt er. Eine Herausforderung sei, dass die Leinpflanzen den Acker nicht so bedeckten und man in einem Biobetrieb Probleme mit der Spätverunkrautung habe: „Die Kulturbegleitpflanzen haben viel Platz.“ Und auch die Trockenheit des Sommers habe dem Ertrag geschadet. „Auch wenn wir im ersten Jahr noch keine Vergleichswerte haben, habe ich schon von höheren Erträgen gehört, die möglich sind“, sagt Steinhorst.

Auf Bio-Leinöl aus der Region will sich Detlef Grabbe mit seiner Ölmühle Warendorf übrigens nicht beschränken. Demnächst will er auch Leindotteröl anbieten. Das allerdings sei schwieriger, weil die Saat noch feiner und dementsprechend schwerer zu säubern sei. Diese Aufgabe will aber ein Sendener Unternehmen übernehmen. „Beim Lein wurde mit Luftdruck herausgeschossen, was man nicht drinhaben wollte. Das war schon beeindruckend“, erläutert Grabbe.

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