Honky Tonk gibt was auf die Ohren
Bild: Poschmann
Das Sydney-Ellis-Quartett sorgte in der „Bar Barossa“ für Stimmung. Die Sängerin wickelte ihr Publikum charmant um den Finger.
Bild: Poschmann

Am Samstagabend stand die Emsstadt zum neunten Mal ganz im Zeichen des Kneipenfestivals, das wieder einmal tausende Musikbegeisterte hinter den Öfen hervorlockte und die Altstadt zur riesigen Partymeile machte. Rund 2500 Gäste besuchten dieses Mal das Festival, das waren in etwa so viele, wie im vergangenen Jahr. Insgesamt blieb die Situation sehr entspannt. Nach Auskunft von Katrin Wenzel, Pressesprecherin der Agentur „Blues Agency“ aus Leipzig, waren auch die Gastronomen mit dem Festival sehr zufrieden.

Zuschauer-Magneten waren das Kolpinghaus, der Club „Bar Barossa“, „Markt 17“ und das „Mr. Ed’s“. „Das war ein sehr schönes Fest, die Bewegung in der Stadt war spürbar“, sagte Wenzel. Eine richtig heiße Nummer legte das Sydney-Ellis-Quartett im Club „Bar Barossa“ hin. Die 65-jährige Sängerin und ihre Gruppe waren dieses Mal zwar kein Geheimtipp mehr, sorgten aber erneut für absolut authentischen Blues, Soul und Jazz. Ebenfalls eine Klasse für sich war „Big Lenny Power Exson“, in der Emsstadt kein Unbekannter mehr, bei Porten Leve für volles Haus und ließ Blues, Roots und Soul von sich hören.

Lateinamerikanische Musik stand in der Café-Bar-Lounge „Anno 1670“ ganz oben auf der Hitliste der Besucher. „Tres Con Uno“ sorgten dort für den rechten Ton und vor allem für den heißen Rhythmus. Nicht anders war es im „Markt 17“, wo „NRG-Vibes“ mit Reggae à la Bob Marley über Reggaeton bis hin zu Dancehall die Partyfans im Griff hatten. Alte Bekannte traf man im Alten Gasthaus Wiese: „Backbeat“ gaben sich dort zum wiederholten Mal die Ehre und ließen es in der kleinen Kneipe so richtig krachen, bis die Fensterscheiben wackelten.

Nicht ganz so rasant ging es in „Hutche’s Bar“ zur Sache, wo der Ex-„Deutschland sucht den Superstar“-Kandidat Helmut Orosz auf die Ohren gab. Von zart bis hart reichte hier das Programm. Rock’n’Roll vom Feinsten gab es dann im Mr. Eds: „White Lines“ sorgten dort für fetzige Musik, die in die Beine ging. Im „Hinz und Kunz“ hatten die Jungs von „Blind Date“ knackfrische Rockmusik im Gepäck, in der „Sonne“ gastierten „Lemontree“ und im Warintharpa sorgten „Be Jones“ für grandiose Stimmung. Die „Second Hand Band“ schließlich machte das Kolpinghaus zum Tanzsaal.

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