Hospital-Treppe Gefahr für Gesundheit
Bild: von Stockum

Wie Krankenhausdirektor Dr. Martin Biller bestätigte, ist zumindest die zentrale Treppe bereits wieder gesperrt worden, nachdem dort mehrere Menschen zum Teil schwer gestürzt waren.

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Zum Umfang der Verletzungen wollte Biller auch aus Gründen der Schweigepflicht keine Angaben machen. „Es hat aber tatsächlich einige Stürze gegeben“, bestätigt der Direktor des Hospitals. So konnten Passanten bis zuletzt den Eindruck gewinnen, die Treppe zur Halle sei zu Ende. Dummerweise aber folgt nach einem kurzen Podest eine weitere Stufe, die viele schlichtweg übersehen hatten. Dabei ist das Bauwerk, das der Ostbeverner Architekt Peter Wörmann geplant hatte, von den zuständigen Behörden abgenommen worden. Es entspreche allen Bestimmungen und Verordnungen, sagen die Verantwortlichen. Wer den Besuchern jetzt allerdings Unachtsamkeit unterstellen möchte, muss wissen: „Es sind auch Mitarbeiter gestürzt“, räumt Biller ein.

 „Planerisch nicht optimal durchdacht“, formuliert es der Krankenhausdirektor mit Blick auf den Treppenabsatz vorsichtig. Angesichts der Tatsache, dass der Auf- und Abgang nicht betriebsnotwendig ist, wurde er kurzerhand gesperrt. „So darf es nicht bleiben“, weiß Dr. Martin Biller. „Besucher und Patienten eines Krankenhauses müssen darauf vertrauen können, dass dort alles besonders sicher ist.“ In der nächsten Zeit werden sie auf Aufzüge und andere Teppen umsteigen müssen.

Während an der einen Stelle nachgebessert wird, sieht Biller andernorts keinen Handlungsbedarf. So hatte es mindestens eine Beschwerde darüber gegeben, dass der neue Eingang nicht mehr unmittelbar mit dem Auto angesteuert werden kann. Stattdessen müssen auch Besucher und Patienten, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ihren Wagen einige Meter vor den Türen abstellen und den Weg nötigenfalls mit einem der bereitstehenden Rollstühle zurücklegen. Sollte in den vergangenen Tage kein Hilfsmittel zur Verfügung gestanden haben, sei das auf den zweitägigen Umzug der bisherigen Pforte an den neuen Standort zurückzuführen, sagt Dr. Martin Biller. Angesichts vieler Faktoren, die man habe berücksichtigen müssen, seien gewisse Startschwierigkeiten einfach nicht zu vermeiden. Dennoch wird hier und da jetzt nachgebessert. Erst dann soll der neue Eingangsbereich etwas verspätet der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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