Identität der Leiche in Ems ungeklärt
Bild: Wild
Am Emsufer in der Warendorfer Bauerschaft Dackmar, in der Nähe von „Gut Emstal“, ist am Mittwochmorgen eine männliche Leiche gefunden worden.
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Eine Joggerin entdeckte am Mittwoch gegen 10. Uhr die in der Ems liegende Person in Nähe der Brücke Lückenbach. Die Frau informierte daraufhin einen 43-jährigen Mann, der mit gärtnerischen Pflegearbeiten auf einem angrenzenden Gelände von „Gut Emstal“ beschäftigt war,  der wiederum die Rettungskräfte anrief.

Die Feuerwehr Warendorf barg den Toten samt eines Fahrrads aus der Ems. Aufgrund der Gesamtsituation sei von einem Selbstmord auszugehen, teilte Polizei-Sprecherin Susanne Dirkorte am Nachmittag mit. Hinweise auf ein Fremdverschulden hätten sich bei der Untersuchung der Leiche nicht ergeben.

Polizei bittet um Hinweise

Erste Ermittlungen zu der Person führten zu keinen Ergebnissen. Der unbekannte Tote ist Mitteleuropäer, circa 70 Jahre alt, 1,83 Meter groß und 90 Kilogramm schwer. Er hat eine normale Figur, graues Haar, blaue Augen und eine Halbglatze. Zwischen dem rechten Ohr und dem rechten Auge ist eine etwa 1,5 Zentimeter große runde Hautveränderung erkennbar. Der Mann trug eine Oberkieferprothese und im Unterkiefer eine Teilprothese.

Er war bekleidet mit schwarzen Socken, schwarzen Slipper, einer schwarzen Stoffhose, einer weißen langen Unterhose, zwei weißen Kurzarm-T-Shirts und einem Kurzarmhemd. Das helle Hemd hatte hellblaue und beige eingefasste Karos. In der Hosentasche befand sich ein brauner Holzrosenkranz.

Am Emsufer fanden die Ermittler eine braune Tasche mit langen Trageriemen und eine grau-schwarze Baseballkappe mit dem Aufdruck "Dope Shit". Bei dem aufgefundenen Fahrrad handelt es sich um ein älteres rot-schwarzes Damenrad.

Hinweise  zur Identität des Toten  nimmt die Polizei in Warendorf, Telefon 02581/941000, entgegen.

Fundstelle schwer erreichbar

Die Bauerschaft Dackmar liegt zwischen Warendorf und Sassenberg. Der Fundort der Leiche befindet sich am nördlichen Emsufer, wenige hundert Meter östlich der Brücke „Zur Herrlichkeit“,  angrenzend an die Ländereien des Guts Emstal. Die Einsatzkräfte mit Material mussten den letzten Teil der Strecke zum Fundort zu Fuß überwinden. Noch auf der Anfahrt befindliche Taucher aus Ahlen kehrten um, da sie vor Ort nicht mehr gebraucht wurden.

Unter der Leitung vom Brandoberinspektor Gerd Tünte waren 26 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen der Löschzüge 1&2 Warendorf, Taucher der DLRG, sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug der Rettungswache Warendorf vor Ort bis 11.34 Uhr im Einsatz.

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