Ifan-Festival verlässt Warendorf
Archivbild: Poschmann
Jupiter Jones gaben im vergangenen Jahr eines ihrer letzten Konzerte beim Ifan-Festival in Warendorf. Nun zieht die Veranstaltung um nach Münster – denn von dort kommen deutlich mehr Kartenkäufer als aus Warendorf.
Archivbild: Poschmann

„Wir haben es in drei Jahren nicht geschafft, das Warendorfer Publikum fürs Ifan zu begeistern“, sagte gestern Veranstalter Markus Schulte der „Glocke“. Die Gäste seien aus Münster, Ennigerloh, Telgte oder Coesfeld angereist. An Warendorfer habe man dagegen nur wenige Karten verkauft. „Vielleicht ist in Warendorf Rock nicht so angesagt“, mutmaßte Schulte.

Dies sei schon in den vergangenen Jahren der Fall gewesen, in diesem Jahr aber sei das Interesse aus Warendorf besonders gering gewesen. „Wir wollten uns bis Ende Januar Zeit lassen“, sagt Schulte. Dann hätten die Veranstalter – außer ihm noch Gjevdet Zeciri und Thorsten Fluck – die Entscheidung getroffen, bereits in diesem Jahr in den Skaters Palace nach Münster umzuziehen. Dort findet das Festival nun nicht wie geplant am 6. April, sondern am 31. August statt. Das Line-Up ändert sich durch die Terminverschiebung ebenfalls: Van Holzen und Montreal haben im August keine Zeit, dafür spielen Milliarden und Soeckers.

Für die Warendorfer Ticketkäufer stellen die Veranstalter am 31 August einen kostenlosen Bustransfer von Warendorf nach Münster und zurück inklusive Freigetränken zur Verfügung. Die gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit – wer möchte, kann sie aber auch dort zurückgeben, wo er sie erworben hat.

Die Ausrichtung im Skaters Palace, einer komplett eingerichteten Veranstaltungshalle, ist für die Veranstalter deutlich günstiger als der Umbau der Kreienbaum-Halle. Und auch der zeitliche Aufwand an der Splieterstraße war immens: Allein der Aufbau dort habe eine Woche gedauert, sagte Schulte. „Wir haben es für die Warendorfer gemacht“, betont er. Nun aber halten die Macher es für sinnvoll, dorthin zu wechseln, wo die Ticketkäufer wohnen.

Schulte ist nicht enttäuscht darüber, dass die Warendorfer sich für das Format nicht erwärmen konnten. „Es waren drei großartige Jahre“, betont er. „Es hat super viel Spaß gemacht.“ Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass die drei Macher mit einem anderen Format nach Warendorf zurückkehrten – „dann aber eher open air“, sagt Schulte.

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