Im Festzelt ist Stehvermögen gefragt
Bild: Bussieweke
Die Freckenhorster Werbegemeinschaft lädt gemeinsam mit Freunden und Partnern zum 33. Freckenhorster Herbst ein. Sie versprechen ein buntes Programm, das für Jung und Alt vieles bereit hält.
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Dabei bleibt auf den ersten Blick vieles beim Alten: Am Freitag wird beim Varieté- und Genießerabend bei Unterhaltung gespeist, am Samstagmorgen eröffnet die Trödelmeile, am Samstagabend wartet das Oktoberfest. Und bei den zweiten Freckenhorster Highland Games messen sich mehrere Clans in schottischen Sportdisziplinen wie Baumstammwerfen und dem „Sheef Toss“, bei dem ein schwerer Heusack über eine Latte geschleudert wird.

Am Konzept wird stetig gefeilt

So weit, so traditionell. Doch es gibt durchaus Neuerungen, die den Freckenhorster Herbst verfeinern sollen. „Wir versuchen immer, an unserem Konzept zu feilen und uns zu verbessern“, betont Horst Pawlowski vom Vorstand der Freckenhorster Werbegemeinschaft.

So gebe es etwa Anpassungen beim Oktoberfest. „Auch wenn wir in den vergangenen Jahren immer ausverkauft waren, waren ab 23 Uhr oft viele Bierzeltgarnituren nicht mehr besetzt. Davon nehmen wir jetzt ein paar heraus, zugunsten von mehr Stehtischen und -plätzen“, sagt Pawlowski. Musikalisch zeichnet an dem Abend die Band „Hüttenkracher“ verantwortlich.

(Unfreiwillige) Partnerschaft mit Europäischer Kulturhauptstadt

Beim Varieté- und Genießerabend treten in diesem Jahr der Comedy-Zauberer Schmitz-Backes, der Rollschuhkünstler Till Schleinitz, die Kabarettistin Ingrid Kühne sowie die Malle-Musikerin Carina Crone aus Freckenhorst auf. Zudem gibt es eine nicht ganz freiwillige Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Matera, die gleichzeitig europäische Kulturhauptstadt 2019 ist. „Die Gerichte stehen unter dem Motto Matera“, erklärt Festwirt Frank Strohbücker. Das wisse man in Matera zwar nicht, aber das mache nichts. „Außerdem werden Bilder von der Stadt gezeigt“, erklärt Jürgen Quante von der Werbegemeinschaft.

Die Trödelmeile, die am Samstagmorgen um 9 Uhr eröffnet wird, bleibt bei ihrer üblichen Route. Dann stehen wieder rund 700 Stände auf etwa zwei Kilometern, an denen Besucher zahlreiche Kostbarkeiten finden können. Musikalisch unterstützt wird die Trödelmeile unter anderem vom Orchesterverein sowie von Spielmannszug und Fanfarenzug Freckenhorst und der Gruppe „Tau wie geit di dat“.

Gendarm nimmt Trödelmeilen-Besucher auf den Arm

Als Hauptattraktion der Trödelmeile kündigen die Veranstalter „Le Gendarme François Cruchot“ an – den Großneffen von Ludovic Cruchot, der einst in Kultfilmen mit viel Situationskomik auf Fehlverhalten von Bürgern hinwies. „Davor sind auch die Besucher der Trödelmeile nicht sicher“, kündigt Jürgen Quante an. Gleichzeitig geht die Schaustellerin „Aurora“ durch die Menge und lässt mit ihrer Stelzenperformance die Freckenhorster ihre Köpfe in die Höhe recken.

Ebenfalls am Samstag erfolgt um 11 Uhr der traditionelle Fassanstich auf dem Paulusplatz. Wer diese ehrenwerte Aufgabe übernimmt und damit die Nachfolge von Hermann Flothkötter antritt, das lassen die Veranstalter allerdings offen. „Da müsst ihr schon selbst vorbeikommen“, sagt Dirk Nölker von der Werbegemeinschaft.

Stadtrundgang bereitet auf Freckenhorster Herbst vor

„Das Programm steht. Was jetzt noch nicht angestoßen ist, kommt auch erst 2020 zum Tragen“, betont Horst Pawlowski. Immerhin bedürfe der Freckenhorster Herbst, der in diesem Jahr in seine 33. Auflage geht, einer langfristigen Planung. „Für 2020 haben wir unsere Fühler schon ausgestreckt“, sagt Pawlowski.

Gleichzeitig weist er auf den 21. Stadtrundgang durch Freckenhorst hin, für den noch Plätze frei sind. Am Freitag, 20. September, treffen sich die Teilnehmer um 18.30 Uhr auf dem Stiftshof Dühlmann, um von dort aus Freckenhorst zu besichtigen.

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