In der „Herrlichkeit“ sprühen die Ideen
Bild: von Stockum
Antonius Maria Butenkemper möchte die „Herrlichkeit“ zum Ausflugslokal für Familien formen.
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Antonius Maria Butenkemper ist in den vergangenen Jahren überall in der Welt als freiberuflicher Event- und Veranstaltungskoch unterwegs gewesen. Wenn der Warendorfer auf dem mehrere tausend Quadratmeter großen Gelände rund um die historische Gastwirtschaft „Herrlichkeit“ steht und erläutert, was er dort vor hat, wird deutlich, dass er seine Hausaufgaben gemacht hat.

Lange Zeit hat er so ziemlich jeden Landgasthof in der Region und darüber hinaus besucht. Herausgekommen ist seine eigene kleine Marktanalyse. Was funktioniert? Was fehlt? Diese Fragen haben Antonius Maria Butenkemper umgetrieben, ehe er Mitte November mit der Renovierung des Brau- und Gasthofs nahe der Ems, der in dieser Funktion erstmals 1870 urkundlich erwähnt wird, begonnen hat.

Der Gaststättenbetrieb soll bereits Mitte Januar starten. Schon ab diesem Samstag wird es im Außenbereich in der Winter-Wander-Hütte Glühwein und Alkoholfreies für die Passanten geben. 25 Minuten dauert der Fußmarsch von der Innenstadt bis zur Herrlichkeit – „da ist eine idyllische Gastronomie doch ein lohnendes Ziel“, sagt Butenkemper.

Während im Innern der bäuerliche Charme betont wird und Antonius Maria Butenkemper ab Januar dort seine Gäste mit westfälischer Küche verwöhnt, gehen die Arbeiten im Außenbereich weiter. Als mehrfacher Vater weiß der 59-Jährige, worauf Familien achten, wenn sie ausgehen.

So ist auf der einen Seite eine Alpaka-Weide geplant. Mit den Tieren sollen die Gäste künftig auch spazieren gehen dürfen. Auf der anderen Seite schwebt dem Koch ein kleiner Streichelzoo vor. Während der Biergarten vor dem Haus aufgehübscht wird, finden im Garten hinter der jahrhundertealten Immobilie in erster Linie Reiter und Familien Platz – Kinderspielplatz inklusive.

Das Haus und seine Nebengebäude bieten derart viele Möglichkeiten, dass Toni Butenkemper einen ganzen Sack voller Ideen hat. Vieles von dem wird sich erst im Frühjahr realisieren lassen. Dazu zählen die Sanierung des historischen Eiskellers, die Überlegung, einen Kletterwald einzurichten, und Vieles mehr. Kein Gedankenspiel ist die Instandsetzung des alten Tanzboden, der künftig als Bühne oder als Ort beschaulicher Sommerabende dienen könnte.

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