Industrie arbeitet an ihrem Image
Bild: von Stockum
Vertreter der beteiligten Unternehmen: Die zehn Firmen aus Warendorf stehen für annähernd 1000 Jobs, 60 Lehrstellen und mehr als 40 Millionen Euro Bruttolöhne und -gehälter im Jahr.
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Dass dieses Bild überholt beziehungsweise verzerrt ist, beweisen derzeit zehn Firmen aus der Emsstadt. Sie zählen sich zur Industrie und bemühen sich im Rahmen einer Kampagne darum, das weit verbreitete aber immer noch falsche Bild ihrer Zunft ins rechte Licht zu rücken.

Die Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um unter dem Dach der Akzeptanzoffensive „Industrie – Gemeinsam.Zukunft.Leben“ im Verbund zu zeigen, was sie als Arbeitgeber, Ausbilder und Fortschrittsmotor zu bieten haben. Um es in Zahlen auszudrücken: Allein die zehn Firmen aus Warendorf stehen für annähernd 1000 Jobs, 60 Lehrstellen und mehr als 40 Millionen Euro Bruttolöhne und -gehälter im Jahr.

 Initiiert worden ist die Kampagne von der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Alles in allem sind in ihrem Wirkungskreis 230 Unternehmen der Offensive angeschlossen. Die Firmen aus Warendorf wollen sie nutzen, auf sich aufmerksam zu machen. Die Aktion mündet in der Berufsorientierungsmesse ab dem 26 Juni im Paul-Spiegel-Berufskolleg.

Der Auftakt zur „Charmeoffensive“, wie Bürgermeister Jochen Walter (parteilos) sie nennt, hat am Donnerstag bei Darpe Industriedruck und Mediengestaltung stattgefunden. Außer diesem Unternehmen sind noch Osmo, Teutemacher, Düpmann-Aluminiumsysteme, Gebrüder Schröder, Rywa, Niehoff-Sitzmöbel, SPX, die Hartsteinwerke und Sanitop-Wingenroth im Boot. In einer Serie wird „Die Glocke“ die Firmen in den nächsten Wochen immer donnerstags vorstellen.

 „Jedermann soll deutlich werden, dass Industrieunternehmen ein starkes Stück Zukunft für die Region sind“, sagt Wieland Pieper, Geschäftsführer bei der IHK Nord Westfalen, zur Zielsetzung. Mit Einzel- und Gemeinschaftsaktionen solle auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Produktion aufmerksam gemacht und gezeigt werden, was die Branche ausmache. Nachdem sich die Firmen bis zur Berufsorientierungsmesse nach und nach vorstellen und Flagge zeigen, sind für das zweite Halbjahr weitere gemeinsame Aktivitäten geplant, in denen der Dialog und der Informationsaustausch im Vordergrund stehen sollen.

 „Wir unterstützen die Industrie-Initiative, um zu zeigen, wie sauber, sympathisch und sozial unser Unternehmen ist“, sagte am Donnerstag Sven Darpe zur Motivation. „Eine sehr gut durchdachte Organisation“, lobte Bürgermeister Jochen Walter. „Vielleicht können wir als Stadt an der einen oder anderen Stelle administrative Hilfe leisten.“ Rat und Verwaltung würden die Industrie gern fördern und unterstützen, versicherte er. „Ich bin gern an Ihrer Seite.“

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