Initiative fordert Verzicht auf B64n
Bild: Wild
In der BVW organisiert sind Landwirte, Unternehmer und Grundeigentümer, die in einem Pressegespräch über den aktuellen Stand aus ihrer Sicht informierten: (v. l.) Ulli Brinkmann, Markus Wittkamp, Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Bernhard Kremann, Herbert Franz, Paul Afhüppe, Franz Stockmann und Peter Kröger mit einem Plan des Knotenpunkts, von dem mehrere Gehöfte betroffen wären.
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 Sie würde zu teuer , viel Kulturlandschaft zerstören und ihr würden die Warendorfer Bürger nicht viel haben – außer noch viel mehr überörtlichen Verkehr. Das haben Vertreter der Initiative am Donnerstag bei einem Pressegespräch erklärt.

Ein halbes Jahr nach dem „runden Tisch“, zu dem NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) Befürworter und Gegner der B 64 n nach Düsseldorf eingeladen hatte, zogen die BVW-Sprecher  eine ernüchternde Bilanz. Die Grundidee der Veranstaltung sei lobenswert, die Durchführung hoch professionell gewesen – aber seitdem habe sich nichts getan. Konkrete Fragen an das Ministerium, unter anderem zum erwarteten Flächenverbrauch, seien bis heute unbeantwortet geblieben.

 Dabei war es kein Geringerer als Karl Werring, Kreislandwirt und ehrenamtlicher Repräsentant der Landwirtschaftskammer, der offiziell als Funktionsträger und Interessenvertreter der Landwirtschaft, nach seiner Teilnahme am „runden Tisch“ mit dem Fragenkatalog nachgehakt hatte. „Solange die Fragen nicht beantwortet sind und Fakten vorgelegt werden, hat es auch keinen Zweck, weitere ,runde Tische‘ zu veranstalten“, kritisiert Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands und Werring-Stellvertreter.

Zwar zählt der Neuwarendorfer, seit langem BVW-Mitglied, auch zu den persönlich durch die Straßenplanung betroffenen Bauern, er weist aber ausdrücklich darauf hin, dass er mit seiner umgehungskritischen Meinung auch für die landwirtschaftlichen Organisationen spreche. So geht es auch den Sprechern der Landwirtschaftlichen Ortsverbände wie Paul Afhüppe und Markus Wittkamp.

Integriert in die BVW ist die 60 Mitglieder umfassende Grundeigentümergemeinschaft Neuwarendorf-Westbezirk-Ostbezirk-Vohren sowie die „Unternehmer-Initiative gegen den Bau der B64nn“, der nach eigenen Angaben rund 100 Unternehmen angehören.

Das Festhalten an den Plänen für eine aus Sicht der BVW sowieso nicht zu realisierende B64n blockiere wichtige andere Projekte der Verkehrs-Infrastruktur, zu denen die BVW unter anderem die Fertigstellung der Stadtstraße Nord, den Ausbau  der Waterstroate zwischen Warendorf und Freckenhorst sowie eine L-547-Ortsumgehung für Freckenhorst zählt.

Ausführliche Berichte in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 5. Dezember.

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